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Weil bei Airbus: Regierungschef fasziniert von CFK

Kai Arndt (v.li.), Standortleiter von Airbus in Stade, führte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) durch die Produktionshallen. Mit dabei: Klaus Richter, Deutschland-Chef von Airbus (Foto: Airbus)
bc. Stade. Premiere für Ministerpräsident Stephan Weil (SPD): Der Niedersächsische Regierungschef schaute am Montag erstmals beim Airbuswerk in Stade vorbei. Von Standort-Leiter Kai Arndt ließ er sich durch die Produktionshallen führen. Weil zeigte sich begeistert von der Innovationskraft Stades, die sich auf ganz Niedersachsen auswirke. Stichwort: CFK-Valley.
In Stade wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Verwendung des ultraleichten Werkstoffes CFK im Flugzeugbau weiter zu automatisieren und zu optimieren, um den Output Schritt für Schritt zu erhöhen. Airbus produziert in Stade sämtliche Seitenleitwerke für all seine Modelle.
Weil besichtigte die sogenannte „Single Aisle New Flowline“: Dabei handelt es sich um die vor mehr als drei Jahren begonnene Umstellung der Fertigung in der A320-Familie von einer stationären auf eine getaktete Produktionslinie – ähnlich wie in der Automobilindustrie. Das alles geschah in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern und dem Betriebsrat. Weil wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass es Airbus in Stade erkennbar gelungen sei, den Veränderungsprozess erfolgreich zu gestalten: „Airbus hat es geschafft, gleichzeitig die Arbeitszufriedenheit und die Effizienz zu steigern.“ Das Land gebe sich die größte Mühe, diese Entwicklung weiter zu unterstützen.
Weils Rundtour führte ihn auch in das benachbarte Forschungszentrum CFK Nord, wo an einem Flügel vollständig aus CFK geforscht wird, und in den Lebenshilfe-Kindergarten „Kinderwelt“ in Ottenbeck, wo 30 Plätze für Kinder von Airbus-Mitarbeitern bereitstehen. Insgesamt arbeiten am Airbus-Standort in Stade rund 2.500 Mitarbeiter, davon 500 Leihkräfte. Kai Arndt glaubt, das Niveau langfristig halten zu können.