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„Afrika hat mir so viel gegeben“

"Trotz der armen Verhältnisse waren die Kinder immer fröhlich," erklärt Anna-Sophie Ahlf

Junge Schwesternschülerin aus Kehdingen nahm an einem Austauschprojekt teil

sum. Hüll. Wenn Anna-Sophie Ahlf (20) von ihrer Zeit in Namibia erzählt, strahlen ihre Augen. Die angehende Kinderkrankenpflegerin absolvierte einen Teil ihrer Ausbildung in einem Krankenhaus in Windhoek, der Hauptstadt Namibias im Süden Afrikas.

Die junge Schwesternschülerin aus dem kleinen Dorf Hüll im Land Kehdingen arbeitet im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Dort gehören Auslandsaufenthalte zum Ausbildungsangebot in der Krankenpflege. Anna-Sophie Ahlf, die schon seit Längerem vom "schwarzen Kontinent" fasziniert ist, organisiert auf eigene Faust ihren zweimonatigen Austausch-Aufenthalt in Namibia.

„Trotz Warnung vor den armutsbedingt schwierigen Umständen im Medizinwesen war ich geschockt, als ich in das dortige Krankenhaus kam,“ schildert Anna-Sophie Ahlf ihre ersten Eindrücke. Die hygienischen Zustände waren für sie "erschreckend". Auf der Kinderstation waren zeitweise mehr als 20 kleine Patienten mit ihren Müttern in einem Zimmer untergebracht. Ansteckende Durchfallerkrankungen waren an der Tagesordnung. "Ich war froh, dass ich genügend Schutzhandschuhe und Desinfektionsmittel mitgebracht hatte", sagt die junge Deutsche.

Die Auszubildende engagierte sich während ihres Namibia-Einsatzes auch für eine Hilfsorganisation, die täglich mehr als 500 bedürftige Kinder mit Essen versorgt. Anna-Sophie Ahlf bewundert den Lebensmut der Kinder: "Manche leben auf der Straße oder in einfachen Blechhütten und leiden Hunger. Trotzdem sind viele von ihnen fröhlich und ausgelassen, singen, spielen und lachen." Und: „Sie liebten meine langen, blonden Haare, die sie mir zu Zöpfen flechten wollten.“

Auch wenn die Zustände schwer zu ertragen waren, hat die Schwesternschülerin ihre Zeit in Afrika genossen. „Es hat mir sehr viel gegeben, den Menschen zu helfen. Ich wäre gerne länger dort geblieben“, sagt Anna-Sophie Ahlf. Sie möchte schon bald noch einmal nach Namibia reisen.

Und die Frage, ob sie trotzdem froh war, wieder nach Hause zu kommen, beantwortet sie ohne zu zögern: „Nein. Ich wäre gerne länger dort geblieben und werde das auf jeden Fall wiederholen.“