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Antragsflut hat endlich gewirkt

Der Schulweg der Kinder an der Großenwördener Straße ist jetzt um einiges sicherer

Die Kinder der WOCHENBLATT-Mitarbeiterin Silke Umland haben endlich einen sicheren Schulweg


sum. Drochtersen-Hüll.
sum. Drochtersen-Hüll. Morgen beginnt wieder die Schule und damit auch die Zeit, in der die Kinder vom Land auf mehr oder weniger sicheren Wegen den Marsch zur Bushaltestelle antreten müssen. Nach langjährigem Kampf kann ich, WOCHENBLATT-Mitarbeiter Silke Umland, aufatmen. Der Weg meiner Kinder ist endlich sicherer geworden. Eine Leidensgeschichte mit Happyend!

Vor acht Jahren begann die sorgenvolle Zeit. Jeden Morgen musste ich meine älteste Tochter über die Großenwördener Straße auf die rechte und somit die falsche Straßenseite schicken. Auf der viel und schnell befahrenen Landesstraße verlief ihr Weg zur Bushaltestelle durch eine unübersichtliche Linkskurve. Dabei wäre der Weg auf der richtigen Seite noch viel gefährlicher gewesen. Dann hätte sie die Straße in der Kurve überqueren müssen und nicht mal ich kann bei einem Blick in den dort stehenden Spiegel einschätzen, wann und wie schnell das nächste Auto aus Richtung Großenwörden angerauscht kommt.

Einen sogenannten Notweg kannten wir schon aus dem Nachbardorf, so dass mein Mann und ich kurzerhand entschlossen, einen Radweg oder zumindest einen Notweg für unsere Straße zu beantragen. Aus verschiedenen Gründen lehnten sowohl die Gemeinde Drochtersen als auch der Landkreis Stade, das Straßenbauamt Stade und auch das Land Niedersachsen unsere Anträge ab.
Also schickte ich meine zweite und im vergangenen Jahr auch meine dritte Tochter mit einem mulmigen Gefühl zur Schule. Um die Autos irgendwie auf den ABC-Schützen aufmerksam zu machen, glich der Schulranzen gerade in der dunklen und nassen Jahreszeit einem blickenden Lichtermeer. Wegen möglicher Uncoolness weigerten sich meine Großen mittlerweile aber, als Discokugel verkleidet durch die Gegend zu laufen.

Und so stellten wir, hartnäckig wie wir sind, gemeinsam mit unseren Nachbarn, ebenfalls besorgte Eltern, einen weiteren Antrag bei der Gemeinde. Und nach achtjährigem Kampf hatten wir endlich Erfolg. Ob es vielleicht mit der seinerzeit bevorstehenden Bürgermeisterwahl zu tun hatte, ob dieses Mal die nötigen Gelder vorhanden waren oder ob einfach die Politiker und Behördenmitarbeiter bei der im März stattfindenden Ortsbesichtigung feststellen mussten, dass die Straße wirklich gefährlich für Schulkinder ist? Egal!

Anfang der letzten Woche rückten die schweren Geräte der Firma Schlichtmann aus Balje an, um den neben der Straße verlaufenden Graben zu drainieren und zu verfüllen. Aus Sand und Schotter stellten sie innerhalb einer Woche einen etwa 100 Meter langen Notweg durch die Außenkurve der Großenwördener Straße her. Und wenn ab morgen der Wecker wieder zur Schule klingelt steht, kann ich meine Kinder mit ruhigem Herzschlag zum Schulbus schicken.