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Bau des Insel-Radweges verschoben

Der Bau des Fahrradweges an der Straße von Krautsand nach Dornbusch - hier an der Süderelbe-Brücke - wird verschoben

CDU, SPD und Grüne einigten sich auf neuen Zeitplan


ig. Drochtersen. Der Bau des Fahrradweges von Krautsand nach Dornbusch und die Entwässerung in Assel "Im Ring" und an der Blumenstraße werden auf 2014 verschoben. Die Gewerbesteuer ist für 2014 kein Tabuthema mehr. Sie soll angepasst werden, wenn es der Haushalt erfordert. Das sind die einstimmigen Ergebnisse einer gemeinsamen Sitzung der Drochterser Ratsfraktionen SPD, CDU und Grüne.
Hintergrund der Beschlüsse ist die desolate Haushaltslage der Kommune, die sich möglicherweise noch verschlechtert, weil eventuell mehr als eine Million Euro zu viel eingenommene Gewerbesteuer zurückerstattet werden muss. Deshalb gab es auf der letzten Verwaltungsausschuss-Sitzung kein grünes Licht zum vorgelegten Haushaltsentwurf. "Wir wollen den Radlerweg, werden ihn nächstes Jahr in Angriff nehmen, wenn es die Haushaltslage zulässt", so die Fraktionssprecher. Fest steht: "Die schon zugesagten Fördergelder gehen nicht verloren", erklärte Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch auf der Sitzung. Nach der Einigung der drei Fraktionen dürfte der Haushalt auf der am Mittwoch, 20. Februar, 19 Uhr, im Hotel Müller stattfindenden Ratssitzung eine deutliche Mehrheit finden.
Indes kämpfen Krautsander Bürger und Vereine weiter für den Radweg-Bau schon in diesem Jahr und legten dem Rat und der Verwaltung ein Aktionspapier mit Finanzierungs-Vorschlägen vor. So wollen verschiedene Vereine die Einnahmen ihrer Aktivitäten - wie Hafenfest, Bobbycar-Rennen, Erntedankfest und Weihnachtsmarkt - der Gemeinde für den Bau zur Verfügung stellen. "Auch könnten die Erlöse der Flohmärkte genutzt werden", so der Krautsander Olaf Schacht, der das Aktionspapier entwickelte. Die Finanzierung könne auch durch Geschäfts- und Privatleute angeschoben werden. Schacht: "Für 200 bis 300 Euro kann ein Meter gebaut werden." Auch bieten die Krautsander an, an der Planung mitzuwirken.
Bürgermeister Bösch sieht die Aktionsliste positiv. Er freue sich, dass sich die Krautsander mit Engagement für den Radweg einsetzen. "Ein klares Signal für mich, dass es 2014 losgeht." Wie viel Euro allerdings durch die aufgelisteten Maßnahmen zusammenkommen könnten, vermag er nicht zu schätzen.