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Bauschutt und Gummistiefel

Gerhard Klefke und Georg von Bostel sind sauer (v. li.)

Der Drochterser Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch sorgt sich um die Sauberkeit im Ort


ig. Drochtersen. Hans-Wilhelm Bösch, Bürgermeister der Gemeinde Drochtersen, ärgert sich über das Umweltverhalten mancher Bürger. Im Fokus des Ratsvorstehers sind die in der Kommune ausgestellten Altkleider-Container. "Was dort hineingeworfen oder daneben in Säcken abgelagert wird, ist schlimm", schimpft Bösch. "Und das Zeug fliegt häufig in die Gärten der Nachbarn."
Sauer sind auch Georg Bostel und Gerhard Klefke. Beide engagieren sich ehrenamtlich im DRK bzw. DLRG und leeren mit Helfern die Container. "Was wir dort heraus sortieren müssen - Essensreste und Müll - vermiest uns unsere Arbeit", so von Borstel. Das Leeren sei wahrlich kein Geschenk, häufig nur mit Handschuhen möglich. Die Menschen, die für die Umweltverschmutzung sorgen, kämen meistens in den Nachtstunden, per Fahrrad oder zu Fuß, weiß Klefke. "Mit dem Auto würde das auffallen. Man könnte sich ja die Nummer merken."
Was das Fass zum Überlaufen brachte und Bürgermeister und Ehrenamtliche besonders erzürnte: In den vergangenen Wochen müsse ein Drochterser wohl gebaut haben. "Der hat alles, was beim Hausbau abfällt in die Altkleider-Container gesteckt oder daneben gestellt. Auch Grillreste", so von Borstel. Ein anderer Umwelt-Sünder müsse wohl seinen Haushalt aufgelöst haben. "17 Paar ausrangierte, verschmierte Gummistiefel lagen zwischen den Kleidern." Das bedeutet für das DRK und die DLRG: Mühevolles Sortieren mit Handschuhen. Und die komplette Entsorgung der Altkleider. "Uns fehlt dann der Erlös, der für soziale Zwecke gedacht ist", so Klefke.
Bösch bittet die Bürger, die Augen offen zu halten. "Wenn sie Menschen sehen, die Müll in Altkleider-Containern entsorgen, weisen sie bitte darauf hin, dass hier eine Ordnungswidrigkeit vorliegt." Die Gemeinde will jetzt große Aufkleber an den Containern befestigen. Der Text: Das Entsorgen von Müll in diesen Containern ist eine strafbare Handlung. Bösch: "Wir wollen mit dieser Aktion wachrütteln. Sollte jemand erwischt werden, hagelt es Anzeigen."