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Blutspenden ja - aber nicht so!

Der Rotkreuz-Ortsverein Drochtersen ist sauer auf den Blutspendedienst / Weniger Termine stehen an

ig. Drochtersen. „Blut geben rettet Leben“, heißt es in der Anzeige des Blutspendedienstes der Landesverbände Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen (NSTOB) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Trotzdem wird seitens des Zentralinstitutes des DRK in Springe im Januar in Drochtersen auf mehr als 250 Spendenwillige verzichtet. "Die Terminvorgabe durch den Gebietsreferenten lautete 2. Januar 2015", so Annegret Bösch, die als Vorsitzende des DRK Drochtersen mit mehr als 40 Helfern die Blutspende-Aktionen organisiert.

Der Ortsverein war mit der Terminvorgabe nicht einverstanden, legte ein Veto ein. "Unser Team ist eine ganze Woche damit beschäftigt, den Spendern das Spenden so angenehm wie möglich zu machen. Dazu gehören das Einkaufen, Geschirr zusammentragen und in die Kooperative Gesamtschule (KGS) transportieren, Aufbau in der Mensa, Essen zubereiten, Plakate aufstellen", so Bösch. Das zu bewältigen, sei in der Weihnachts- und Silvesterwoche nicht möglich.

Ende 2014 eskalierte der Terminstreit zwischen dem Ortsverein und dem NSTOB. Der Vorstand bot einen Ausweichtermin am 3. Februar an. Der NSTOB lehnte ab. "Obwohl Anfang des Jahres dringend Blutkonserven benötigt werden", so Bösch.
In Drochtersen gibt es 2015 nur noch drei Blutspende-Termine.

Die Teilnehmer des Ortsvereines zeigten Unverständnis für die Ablehnung. "Einerseits werden dringend Blutkonserven benötigt, aber andererseits wird gleichzeitig auf 250 Spender verzichtet", so eine DRK-Helferin. "Wir sind frustriert und verstehen die Handlungsweise des Blutspendedienstes nicht."