Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Damals gab es viele Moralisten"

Bata Illic bwegeistert sein Publikum /Schlagerstars in der Drochterser Festhalle heizten mächtig ein
ig. Drochtersen. Vor der großen Bühne hat der zehnjährige Nick keine Angst. Und schon gar nicht vor Schlagerstars. Das hat er beim Feuerwerk der Schlager schon im letzten Jahr bewiesen. Da eroberte er beim Auftritt von Roberto Blanco die Bühne, begleitete den Sänger. So auch geschehen bei Bata Illic am vergangenen Wochenende in der Drochterser Festhalle. Als Bata Illic seine geliebte Michaela anstimmte, sprang Nick auf die Bühne, sang lautstark und textsicher mit. Illic und den 240 Zuschauern gefiel das Duo: Beide erhielten riesigen Applaus.
Illic gehörte zu den Sängern und Sängerinnen, die die Festhalle beim „Schlager-Feuerwerk“ zum Kochen brachten. Mit dem Kultsänger standen Tommy Steiner, Ricky King die Schwarzwaldfamilie Seitz, Original Oberkrainer und Sonja Christin auf der Bühne. Illic ist inzwischen 77 Jahre alt, zeigte sich topfit, tänzelte bei seinem umjubelten Auftritte jungenhaft über die Bühne. Er stehe immer noch gern im Rampenlicht, liebe sein Publikum wie vor Jahrzehnten in der legendären Hitparade mit Dieter-Thomas Heck. Stolz ist Bata Illic auf seine inzwischen 64 Hits. „Und es werden weitere kommen“, versprach er seinen Fans. Mit seinem Lied „Ich möchte’ der Knopf an dein Bluse sein“ habe er in den 1970er Jahren Probleme bekommen. „Da gab es viele Moralisten“, erzählt der Barde dem Publikum. „Heute regt sich keiner mehr auf.“ Bereits seine zweite Single „Mit verbundenen Augen“ war so erfolgreich, dass der Schlager seit 1968 unverändert in den Top 100 der beliebtesten Schlager steht. „Damals war es für mich unbegreiflich, dass meine Stimme mit meinem gebrochenen Deutsch so gut ankommt“, erinnert sich der gebürtige Belgrader.
Die Lacher hatte Schlagerstar Tommy Steiner, der seine Karriere vor 30 Jahren mit den „Fischern von San Juan“ startete, auf seiner Seite. Er habe sich auf den Weg nach Drochtersen verfahren, sei durch Himmelpforten gefahren, habe gestoppt - und das Ortsschild fotografiert. Denn als Kind habe er über Jahre immer wieder den Weihnachtsmann in diesem Ort angeschrieben. „Himmelpforten - dieser Ort hat sich bei mir eingeprägt. Und jetzt lerne ich ihn kennen. Was für ein Glück.“ Nach dem dreistündigen Schlager-Event gaben alle Künstler Autogramme und hielten Small Talk mit den Fans.
Fest steht schon jetzt: Auch 2018 wird es ein "Feuerwerk" geben - und zwar am 28. Januar.