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Der alte Tourist rollt wieder

Peter Schmidt (re.) über seinen Heinkel-Freund Klaus Sander (li.): "Klaus ist mit jeder Roller-Schraube per du."
Drochtersen: Campingplatz |

„Heinkler“ aus Hamburg starten ihre Saison

sum. Krautsand. Peter H. Schmidt (70) aus Hamburg sagt von sich selber: „Ich habe mich mit dem Heinkel-Bazillus infiziert.“ Er freut sich schon, wenn er wieder auf seinem schwarz-rot-farbigen Heinkel Tourist, Baujahr 1961, einem luftgekühlten Viertakt-Motorroller der Ernst Heinkel Werke aus Stuttgart, steigen und sich den Frühlingswind um die Nase wehen lassen kann. Doch noch muss er zusammen mit seinem Heinkel-Kollegen Klaus Sander (70) aus Hamburg einige kleinere Reparaturen an der Maschine vornehmen, damit sie wieder einwandfrei läuft.

Den ersten Roller der Marke Heinkel hat sich der ehemalige Hauptkommissar im Alter von 18 Jahren zum damaligen Preis von 700 Deutsche Mark gekauft. Dann folgte eine lange Rollerpause, in der Peter Schmidt eine Familie mit zwei Kindern und zwischenzeitlich zwei Enkelkindern gründete. Aber im Sommer 2001 hörte er das unverkennbare Motorengeräusch eines Heinkel Tourist-Rollers, das prompt seine Leidenschaft für dieses Gefährt wieder entfachte. Er suchte, fand und kaufte seine jetzige Maschine und lenkt diese seitdem mit Begeisterung über Deutschlands Straßen.

Seine Liebe für diesen Oldtimer teilt Peter Schmidt mit etwa 4.400 weiteren Fans, die dem im Jahr 1983 gegründeten Heinkel-Club Deutschland e.V. oder einem der 50 regionalen Clubs angehören. Von den in den Jahren 1953 bis 1965 insgesamt hergestellten 160.000 Rollern der Marke Heinkel Tourist sind zur Zeit noch gut 4.000 Stück deutschlandweit zugelassen.

Peter Schmidt gehört zu dem regionalen Stammtisch der Heinkel-Freunde aus Hamburg, mit denen sich der aktive Rentner regelmäßig trifft, Ausfahrten unternimmt, Erfahrungen austauscht, Reparaturen vornimmt und einmal jährlich einen Schraubertag veranstaltet, an dem sich die Kameraden richtig schmutzige Finger holen.

Die diesjährige Roller-Saison beginnt auf Einladung der Heinkel-Freunde aus Hamburg mit dem sogenannten „Anheikeln“ auf Krautsand. Von Freitag, 11. April, bis Sonntag, 13. April, treffen sich rund 50 Heinkel-Fahrer auf dem Campingplatz in Drochtersen-Krautsand, um dort mit den herzlich willkommenen Besuchern über ihre Maschinen zu plaudern und in alten Heinkel-Erinnerungen zu schwelgen. Am Samstag, 12. April, startet ab 10 Uhr eine große Rundfahrt, die auch durch die Orte Dornbusch, Großenwörden, Groß Sterneberg und Stade führen wird.

„Und wer weiß, vielleicht steckt sich der ein oder andere mit dem ungefährlichen Heinkel-Virus an,“ lacht Peter Schmidt.

Die "Heinkler" sind erreichbar über die Internetseite www.heinkelfreunde-hamburg.de oder www.heinkel-club.de.