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Der Wind hat sich gedreht

Das ehemalige Gasthaus Offe

In Dornbusch wird es kein weiteres Wohnheim geben / Für das Offe-Grundstück gibt es neue Interessenten

ig. Dornbusch. Für die Drochterser Politik ist die Entscheidung gefallen: Im Ortsteil Dornbusch wird es kein Kinder- und Jugendheim für unbegleitete, minderjährige Flüchtlingskinder sowie deutsche Kinder geben. "Es gibt neue Interessenten aus Dornbusch, die auch schon Nutzungsvorschläge für das ehemalige Gasthaus Offe unterbreitet haben", so Bürgermeister Mike Eckhoff. Namen könne er noch nicht nennen. Der Rat müsse sich jetzt mit dem Thema beschäftigen, ausloten und zu einer Entscheidung kommen. "Die auch den Willen der Bevölkerung trifft. Gegen den Willen der Bürger entscheiden wir nicht."
Hintergrund: Gegen das Vorhaben der Firma "B&S Soziale Dienste" gab es auf einer Informations-Veranstaltung in der Drochterser Festhalle, an der mehr als 300 Bürger teilnahmen, massive Kritik (das WOCHENBLATT berichtete). Die Zuhörer zeigten sich wenig begeistert von den Plänen. Es gäbe bereits eine Unterkunft für Jugendliche, hieß es. Mehr könne das Dorf nicht vertragen. Und: Hier fänden die jungen Leute doch kaum Freizeitmöglichkeiten vor. In dem Drochterser Ortsteil sollten von pädagogischen B&S-Mitarbeitern intensive Integrationsarbeit für bis zu zwölf Kinder und Jugendliche geleistet werden.
Im Vorfeld der Info-Veranstaltung wurde die ehemalige Gastronomie, die im Besitz der Gemeinde ist, auf dem freien Markt angeboten. Damals allerdings ohne Erfolg. Jetzt habe sich der Wind gedreht, so Eckhoff. "Über den weiteren Verlauf der Verhandlungen wird in Kürze informiert."