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Ein Otter und viele Schürzen

Uwe Reinecke hat in der Heimatstube vorübergehend den Fischotter und weitere heimische Tiere untergebracht

Naturschutz in der Heimatstube in Drochtersen-Assel / Kittel und Co. im Obergeschoss

sum. Assel. Uwe Reinecke (70) krault dem Fischotter zärtlich das Kinn: „Ich hätte nicht gedacht, dass der so groß wird“, beschreibt der erste Vorsitzende des Bürgervereins Assel seine Vorliebe für das Mardertier. Der Rentner arbeitet zur Zeit emsig an einer Ausstellung über den Naturschutz im Land Kahdingen.

Neben dem Otter finden rund 40 weitere Tierpräparate aus der heimischen Natur ihren vorübergehenden Aufenthalt in der Heimatstube in Assel. Während Uwe Reinecke die Tiere von NABU-Mitgliedern aus der Region erhielt, stellte er die Informationen zu den Vierbeinern, Vögeln und Insekten in Eigenregie zusammen. "Und ich lerne immer noch etwas dazu", erklärt der Vorsitzende. Nur bei einem schwarz-gefiederten Vogel ist sich der Naturfreund unsicher: „Ich weiß einfach nicht, was für eine Krähe das ist." Jetzt hofft er auf die Fach-Kenntnisse der Besucher, die ihm vielleicht erzählen können, welcher gefiederter Freund in der Vitrine sitzt.

Im ersten Stock hingegen ist Marlies Moldenhauer wieder in ihrem Element. Die 58-Jährige ist für ihre etwas anderen Ausstellungen bekannt und präsentierte in den vergangenen Jahren unter anderem Adventskalender und Knöpfe. „Diesen Winter habe ich die Zeit mit Schürzen verbracht“, erklärt die Mitarbeiterin der Elbmarschenschule Drochtersen.

„Wussten Sie, dass früher nur die Meister im Handwerk Schürzen tragen durften?“ fragt die Asselerin und ergänzt, „und später galt die Schürze als Modeaccessoire.“ Marlies Moldenhauer ist total begeistert, welche Schätze in den Kleiderschränken und auf den Dachböden der Bürger schlummern. In der Ausstellung sind neben einer knallroten Kinderschürze, die im übrigen bei den Jungs früher "der Schurz" hieß, auch fein-bestickten Tändel- und knappe Cocktailschürzen zu sehen. Und sogar die 1971 verstorbene Modedesignerin Coco Chanel trägt ihren Teil bei, denn der Entwurf für den von den Frauen in den 1970iger Jahren getragenen Arbeitskitteln stammt aus ihrer Hand.

Die Ausstellung rund und den Naturschutz in Kehdingen und die Schürzen beginnt am Blütenfestsonntag, 2. April, um 14 Uhr. Bis Oktober öffnet die Heimatstube in Assel, Asseler Straße 42, jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr oder nach Absprache seine Türen für die Besucher.