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"Einbinden, nicht ausgrenzen"

Landwirtschaft im Fokus der "Kehdinger Gespräche"


Der CDU-Gemeindeverband Drochtersen im Hotel Müller über die Veränderungen des Landesraumordnungsprogrammes und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Landwirtschaft in der Region. Referent Frank Oesterhelweg, stellvertretender Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, stellte die hohe Bedeutung der Landesraumordnung gerade für die Landwirtschaft heraus. Sie sei von existenzieller Bedeutung, so der Referent. „In Deutschland und gerade auch Niedersachsen leben wir nicht in einer reinen Naturlandschaft. Wir haben eine Kulturlandschaft, die über Jahrhunderte gerade durch die Landwirtschaft gestaltet wurde.“ Daher sei die Landwirtschaft auch zwingend in die Entwicklung einzubinden - und nicht auszugrenzen.

Für massiven Protest im Entwurf des Landesraumordnungsprogrammes sorgten im vergangenen Jahr die sogenannten Moorschutzpläne des Landwirtschaftsministers, die vorsahen, eine Fläche von über 100.000 Hektar in Niedersachsen unter den Vorrang Moorschutz zu stellen und damit für eine geplante Wiedervernässung vorzubereiten. Diese Fläche befinden sich heute zu 70 Prozent in landwirtschaftlicher Nutzung.

Der Referent bezeichnete die Planungen „als bewusste Enteignung der Landwirte“. Nachdem der Protest zu stark wurde, konnte die Landesregierung laut Oesterhelweg nicht anders, als die bestehenden Planungen einzukassieren und Nachbesserungen für die Zukunft anzukündigen.
Die CDU-Landtagsfraktion habe von Beginn der Debatte an gefordert, dass komplette Verfahren einzustellen und ein ganz neues Programm auf den Tisch zu legen, so der Referent weiter.