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Ersatznest im Eimer

Brith Josuittis und Tochter Theresa freuen sich, dass es ihrem Eulennachwuchs gut geht

Mutter Eule ist froh: Abgestürzte Eulen-Babys mit ungewöhnlichen Hilfsmitteln gerettet


sum. Drochtersen. Ein eindringliches Fiepen ließ Brith Josuttis vor einigen Tagen aufhorchen. Sie machte sich in ihrem großen Garten in der Gemeinde Drochtersen auf die Suche. Unter Tannenbäumen fand sie schließlich ein kleines Waldohreulen-Junges, das verzweifelt nach seiner Mutter rief.

Diese saß jedoch hoch oben im Baum und beobachtete das Geschehen mit großen Augen. „Ich wusste nicht, was ich machen sollte“, erklärte die Gartenbesitzerin. Also rief sie zunächst den örtlichen Wespen- und Hornissenbeauftragten Ralf Umland an, der sofort kam und feststellte, dass das gesamte Nest aus dem Baum geweht war. Zwei der drei Jungtiere hatten den Absturz gut überstanden und saßen oben im Geäst.

Nur bei dem gerade zwei Wochen alten Bruchpiloten vermutete er eine Flügelverletzung und informierte daher den Greifvogelexperten Uwe Hintelmann aus Hamelwörden über das Unglück. Der eilte sofort herbei, stellte bei dem Jungtier aber nur eine leichte Verletzung fest, die von selbst verheilen wird. Doch das Nest war zerstört und das Tier noch zu jung, um sicher im Baum zu hausen. „Zwar hätte ihn die Mutter auch am Boden gefüttert“, erklärt Uwe Hintelmann, „aber hier wäre es auch schnell ein Opfer von Katze oder Hund geworden.“

Also packte der erfahrene Vogelfachmann den Bruchpiloten samt Geschwisterkind kurzerhand in einen Maurer-Eimer mit Löchern und Reisig und hängte das Ersatz-Nest in etwa zwei Meter Höhe wieder in die Tanne. Mutter Waldohreule scheint mit der Lösung zufrieden und füttert ihre Jungen fleißig weiter.

Noch können Brith Josuttis und ihre kleine Tochter Theresa (8) jeden Tag nachschauen, ob es ihrem kleinen Sturzvogel gut geht. „Doch in etwa zwei Wochen werden aus den Nestlingen Ästlinge“, erklärt Uwe Hintelmann, „die dann ebenso wie das älteste Eulenkind munter in den Tannen herumhüpfen werden.“