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Fahrradfähre mit einem Jahr Verspätung

Ist die Brücke über die Wischhafener Südelbe geöffnet, müssen Radfahrer umkehren und einen langen Umweg über Dornbusch in Kauf nehmen (Foto: sum)

Genehmigungen liegen vor / Ausschreibungen Ende Januar 2016 / DOW spendete 25.000 Euro


sum. Krautsand. Wenn alles so gelaufen wäre, wie Jonas Kötz und der Fährverein es geplant haben, hätte die Fahrradfähre zwischen Krautsand und Wischhafen ihre erste Saison bereits erfolgreich hinter sich gehabt.

Wie das WOCHENBLATT berichtete, verfolgt der Fährverein Krautsand bereits seit zwei Jahren das Ziel, mit dem Bau einer solarbetriebenen Fahrrad-Fähre den Radlern während der Sommersaison eine dauerhafte Querung der Elbe zwischen Wischhafen und Krautsand zu ermöglichen. Die dort vorhandene Brücke kann nämlich nur an Wochenenden und Feiertagen täglich für vier Stunden genutzt werden.

Aber die Behörden machten es den Planern schwer und sorgten mit fehlenden Genehmigungs-Erteilungen dafür, dass die bereits für April 2015 geplante Aufnahme des Fährbetriebs zunächst verschoben und schließlich abgesagt wurde. Doch jetzt gibt es Licht am Ende des Behördendschungels. Die erforderlichen Unterlagen liegen zum größten Teil vor und die Gemeinde Drochtersen will Ende Januar die Ausschreibungen durchführen. Dieses Verfahren dauert nach Auskunft von Bürgermeister Mike Eckhoff rund vier Wochen. Die anschließende Auftragsdurchführung nimmt noch mal etwa drei Monate in Anspruch.

Auch die Finanzierung des 150.000 Euro teuren Projekts ist nach Auskunft von Jonas Kötz sichergestellt. 75.000 Euro stehen als Fördermittel zur Verfügung und jeweils 12.500 Euro werden von den Gemeinden Wischhafen und Drochtersen übernommen. Den Restbetrag muss der Krautsander Fährverein aufbringen und freute sich im November über eine großzügige Spende des Stader Dow-Werkes in Höhe von 25.000 Euro. „Unsere Fähre wurde von den Juroren als Leuchtturmprojekt gekürt, was uns wirklich stolz macht“, berichtet Jonas Kötz.

Wenn keine Stolpersteine mehr gelegt werden, dürfte einem Fährbeginn im kommenden Frühsommer nun also nichts mehr im Wege stehen.