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Fleißiger Allrounder mit ruhiger Art: Jan Nagel ist Platzwart im Kehdinger Stadion in Drochtersen

Vollblut-Handwerker Jan Nagel

Alle Kraft für die Spitzen-Kicker von Drochtersen/Assel (D/A)

tp. Drochtersen. Die weiße Linie ist akkurat gezogen, der Geruch von Gras liegt in der Luft, auf dem Boden liegen Kippen und Bierkorken vom Vortag. Ein ganz normaler Vormittag für Jan Nagel (54). Seit 1998 ist er Platzwart im Kehdinger Stadion in Drochtersen. Der geschickte Allrounder hält mit viel Fleiß die 7.000 Quadratmeter große Sportanlage mit Fußballfeld und Kunstrasenplatz, 400-Meter-Tartan-Bahn, Steh- und Sitztribüne in Schuss.

"Ich bin kein Büromensch, arbeite gerne draußen und bin mein eigener Herr", preist der Vollblut-Handwerker die Vorzüge seines Wind-und-Wetter-Jobs. Der gelernte Schlosser, dessen Wiege im beschaulichen Dornbusch stand, kickte als Jugendlicher selbst in der Dorfmannschaft seines Heimatortes. Jetzt stehen die gefeierten Fußballer des Sportvereins SV Drochtersen/Assel (D/A) im Mittelpunkt. Die Erste Herrenmannschaft von D/A ist die beste Elf im Landkreis Stade und tritt in einer der höchsten deutschen Amateurspielklassen, der Regionalliga Nord, das runde Leder.

Für den regelmäßigen Spiel- und Trainingsbetrieb - nicht nur in der Fußballsparte - muss der Sportplatz den gesamten Sommer über im Top-Zustand sein. Rasen säen, mähen, wässern, walzen, düngen. Spielfelder markieren. Ballfangzäune reparieren. Büsche beschneiden. Im Winter Schnee schieben. Im Kehdinger Stadion gibt es immer reichlich zu tun.

Dass er ab und zu auch sonntags zum Dienst gerufen wird, stört den verheirateten Vater zweier erwachsener Töchter nicht. Nur zu wenigen Anlässen gerät der gelassene Ur-Kehdinger ein wenig aus der Fassung - etwa, wenn Fans und Sportler nach einer Siegesfeier den Platz unordentlich hinterlassen, Kippen und Getränkedosen achtlos direkt neben die Mülleimer werfen. Doch auch dann schaltet der Platzwart wieder rasch in seine ruhige Gangart zurück. Jan Nagel sagt von sich selbst: "Ich bleib am liebsten cool." Ohnehin hätten es die Nutzer der Anlage selbst in der Hand: "Je sauberer sie den Platz halten, desto wohler fühlen sie sich dort."