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Für den Winter gewappnet

Der Schneepflug ist schon angebracht. Die Straßenwärter Steven Tiedemann (li.) und Bernd Oellrich sind vorbereitet
(bc). Der Schein trügt. Obwohl draußen noch angenehme Temperaturen im Plusbereich herrschen, kann das Wetter schnell umschwenken. Eis und Schnee halten Einzug und sorgen für glatte Straßen. Die Straßenmeisterei des Landkreises Stade ist darauf vorbereitet. Sie ist die „Anti-Rutsch-Patrouille“. Seit dem 15. November stehen die Winterdienstpläne, die Salzlager sind aufgefüllt.

Der Landkreis verfügt über zwei Straßenmeistereien, eine in Bliedersdorf und eine in Drochtersen. An beiden Standorten arbeiten zusammen 40 Personen, davon 36 Straßenwärter Sie kümmern sich um ca. 380 Kilometer Kreisstraßen und rund 260 Kilometer Radwege. Für die Landes- und Bundesstraßen ist dagegen die Straßenmeisterei der Landesverkehrsbehörde zuständig.

Zum Fuhrpark des Landkreises gehören acht Räum- und Streufahrzeuge sowie fünf spezielle Wagen für Radwege. „Alle Gerätschaften sind geprüft und einsatzbereit“, sagt Uwe Pahl, Leiter der Straßenmeisterei.

In Bliedersdorf und Drochtersen lagern zusammen 1.500 Tonnen Streusalz in großen Hallen. „Wir mussten die Lager nur auffüllen, weil wir im vergangenen Jahr nicht alles verbraucht haben“, erläutert Pahl. Grund war der relativ milde Winter.

Ungefähr 70 Euro kostet den Kreis die Tonne Streusalz derzeit. Lieferant ist der Salzstock der „Kali & Salz GmbH“ in Grasleben (Landkreis Helmstedt). Im letzten schneereichen Winter vor drei Jahren, als die Kommunen in Niedersachsen teilweise Engpässe beim Streusalz zu beklagen hatten, kostete die Tonne schon mal um die 200 Euro.

Eine Prognose, auf was sich die Straßenwärter in diesem Jahr einstellen müssen, will Pahl nicht abgeben: „Das kommt sowieso anders“, sagt er. Falls mit einem Wintereinbruch zu rechnen ist, herrscht bei der Belegschaft der Straßenmeisterei Rufbereitschaft ab 3 Uhr.

Zuvor macht sich der „Rausgucker“ (ja, so heißt er wirklich) ab 2 Uhr einen Überblick über die Lage auf den Straßen. Wenn er eine Rutschgefahr ausmacht, alarmiert er sofort die Kollegen. Spätestens gegen 4 Uhr sind die Mitarbeiter auf den Straßen, um zu streuen, damit bei Glatteis der morgendliche Berufsverkehr nicht zusammenbricht. Bis 20 Uhr herrscht Rufbereitschaft, bei extremen Verhältnissen noch länger.

Das Streugut ist ein Gemisch aus Salz und Magnesiumlauge. Der Vorteil: Das Korn bleibt auch bei Extremtemperaturen auf der Straße haften. Pahl: „Das verbessert die Taufähigkeit.“ Und verringert außerdem den Einsatz von Salz. Zum Wohle der Umwelt.