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Hilfe im Alltag bieten

Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch (2. v. re.) mit Flüchtlingen

In Drochtersen bildet sich eine Bürgerinitiative, die Asylbewerbern die Integration erleichtern möchte


ig. Drochtersen. Es gehe nicht allein darum, Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu bieten, sondern man müsse sich auch um sie kümmern, so Hans-Wilhelm Bösch am vergangenen Donnerstag auf einer Veranstaltung im Drochterser Rathaus, zu der der Bürgermeister Kriegs-Flüchtlinge und Bürger eingeladen hatte. Sein Ziel: Ehrenamtliche Integrationshelfer zu finden, die als Ansprechpartner und Begleiter der Asylbewerber aktiv werden.

Bösch: "Den Menschen muss Hilfestellung geboten werden, sich in der ungewohnten neuen Umgebung zurechtzufinden. Dazu gehören Behördengänge oder auch Arztbesuche. Für uns Alltags-Banalitäten. Für unsere neuen Mitbürger Problemfelder." Zum ersten Treffen kamen 40 Interessierte. Fast alle wollen zum nächsten Termin am Montag, 1. Dezember, 16 Uhr, in das Gemeindehaus der Kirche kommen. Dann soll weiter mit den Asylbewerbern gesprochen, Ideen entwickelt , Projekte geplant und Hilfen für die Flüchtlinge organisiert werden. Auch die Sportvereine und das Jugendzentrum sollen einbezogen werden.

Die Gemeinde hat inzwischen 65 Flüchtlinge aufgenommen, darunter 34 Kinder. "Wichtig ist, dass schnell die deutsche Sprache erlernt wird. Das ist der Schlüssel zur Integration", betont Blerim Delijaj von der AWO Stade. Der Migranten-Berater lobte Drochtersen für die bisher geleistete Hilfe im Hinblick auf Integration. Eine Deutsch-Lehrerin sei inzwischen gefunden. "Demnächst beginnt der Unterricht", freut sich Bürgermeister Bösch.