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Kreative Lösungen müssen her

KGS Drochtersen leidet unter Raumbedarf / Container könnten 400.000 Euro verschlingen

ig. Drochtersen. Das verschlug selbst gestandenen Ratsmitgliedern (fast) die Sprache. Auf der Sitzung des "Ausschusses für Schule und Bildung" wurde bekannt, dass die KGS Drochtersen unter akutem Raummangel leide. Dabei wurde erst vor vier Jahren der Lemke-Bau mit 16 Unterrichtsräumen eingeweiht, Container aufgebaut und auch eine Mensa mit Musikräumen eingerichtet.
Ausschlussmitglied Angelika Prott (SPD) sprach denn auch von Informationsdefiziten. "Davon war den Fraktionen bisher nichts bekannt." Die Thematik müsse zunächst in den Fraktionen beraten werden.
Hintergrund: KGS-Schulleiterin Doris Löhrer-Vogt führte vor den Ausschussmitgliedern und Zuhörern aus, Inklusion und G9-Abitur (Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren) machen dringend weitere Räume nötig. Aktuell würden 27 Kinder mit Unterstützungsbedarf die Elbmarschen-Schule besuchen - und im neuen Schuljahr kämen weitere neun hinzu. "Für die Förderschüler stehen fünf Differenzierungsräume zur Verfügung. Durch die Erhöhung werden dann acht benötigt", so Löhrer-Vogt. Ferner werde im nächsten Schuljahr mit der Schule für geistige Entwicklung aus Stade-Ottenbeck eine Kooperationsklasse gebildet. So entstünde zusätzlicher Raumbedarf. Die Schulleiterin bat Rat und Verwaltung, über kreative Lösungen nachzudenken, wie mir der geschilderten Situation umgegangen werden solle.
Angedacht wurde von der Verwaltung, die aktuell noch vom Jobcenter genutzten und im Herbst freiwerdenden Büro-Container zu nutzen. "Die Gespräche mit dem Besitzer waren nicht erfolgreich", so der Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch. Das Gebäude eigne sich nicht für schulische Zwecke. Auch die Nutzung des ehemaligen Schleckermarktes gleich neben der Schule käme nicht in Betracht. "Sollten neue, schulgerechte Container zum Einsatz kommen, entstehen Kosten in Höhe von 400.000 Euro." Eine Summe, die nur schwer zu verkraften sei.
Wie geht es weiter? Auf Vorschlag des Bürgermeisters soll es eine Ratsinformation geben. Anschließend könne die Thematik in den Fraktionen beraten werden. Wie gesagt: Kreative Lösungen müssen her.