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Kreatives Spiel mit Buchstaben und Symbolen

Teilnehmer des Graffiti-Workshops mit Leiter Rafael Bobis (li.)

Drochterser Jugendliche verschönern ihren Treff mit Graffiti-Kunst

ig. Drochtersen. In der Mitte des Tisches steht eine Dose mit bunten dicken Filzstiften. Es quietscht manchmal, wenn die Jugendlichen ihre ersten Entwürfe aufs Papier bringen. Dann steht die Diskussion in der Gruppe an. "Und die Abstimmung darüber, was per Spraydose auf die Wand soll", so Jugendpfleger Fabian Loewe.
15 Drochterser Jugendliche im Alter von elf bis 19 Jahren nahmen in der vergangenen Woche an einem Graffiti-Projekt teil. Die Jugendpfleger Marie Tauchen und Fabian Loewe hatten zum dreitägigen Workhop im Drochterser Jugend-Zentrum mit Rafael Bobis einen Dortmunder Graffiti-Spezialisten eingeladen, der gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Heidel Kunst-Projekte in Schulen und Jugendtreffs anbietet. Ein Ziel des Graffiti-Vorhabens sei es, das illegale Sprühen zu verhindern und auch die gesellschaftliche Anerkennung der Graffiti-Kunst zu fördern, so Bobis. "Unsere Aktionen haben auch gezeigt, dass auf legalen Graffiti-Flächen oft künstlerisch hochwertige Produktionen entstehen."
Die entstanden auch in Drochtersen: Die Teilnehmer verewigten ihre Namen auf 18 Quadratmetern - kreativ eingebettet in Symbolen, Logos und Zeichen aus dem Lieblingssport oder Hobbys.
Dabei hatten die Initiatoren eher an eine Landschaft mit maritimen Inhalten gedacht. "Stieß aber nicht auf große Resonanz", sagt Tauchen. "Wir haben die Entscheidung natürlich akzeptiert." Künstler Bobis zeigte sich vom Engagement der jungen Teilnehmer begeistert, verlängerte seinen Aufenthalt sogar um einen Tag: Soviel Interesse und Leidenschaft habe er bisher selten erlebt. "Die Ergebnisse können sich sehen lassen." Er sei sich auch sicher, dass in dem Workshop das Verständnis für Farben und Kontraste, soziale Kompetenzen und Selbstwertgefühl gestärkt wurden.
Schon im Sommer soll ein zweiter Workshop im Rahmen der "Aktion Ferienspaß" angeboten und eine weitere Wand im Jugendtreff künstlerisch gestaltet werden. Vielleicht klappe es dann mit dem regionalen Bezug, so Loewe mit einem Schmunzeln. Für die Schülerin Tamara Scheller steht schon jetzt fest: "Ich bin wieder dabei!"