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Ladenbetreiber können durchatmen

Der Kreisel macht nicht für alle Anwohner in Drochtersen Sinn

Kreisel-Bau im Ortskern von Drochtersen endet Mitte November / Ein Jahr Pause für Autofahrer und Geschäfte


sum. Drochtersen. Mitte November und somit pünktlich werden die Bauarbeiten im Ortskern von Drochtersen beendet werden. Dann heißt es für die Autofahrer endlich wieder „Freie Fahrt“. Doch auch den Geschäftsbetreibern in der „City“ fällt ein Stein vom Herzen.

Im Mai begannen die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Drochterser/Sietwender Straße. Neben der Sanierung der Fahrbahn und der Verbreiterung des Fuß-/Radweges entsteht im Kreuzungsbereich zur Krautsander Straße ein Kreisel (das WOCHENBLATT berichtete). Die Verkehrsteilnehmer mussten halbseitige Sperrungen und Ampelverkehr in Kauf nehmen. „Am 15. November sollen die letzten Arbeiten stattfinden“, erklärt Bürgermeister Mike Eckhoff. Dafür muss die L111 in diesem Bereich für einen Tag komplett gesperrt werden.

Der zweite Teil der Straßensanierung an der Sietwender Straße zwischen der Volksbank und dem Rathaus wird erst 2018 durchgeführt. „So können die Geschäftsbetreiber zur Ruhe kommen“, erläutert Mike Eckhoff diese Pause.
Die Auszeit scheint auch dringend nötig. „Wir sind total glücklich, dass der Platz vor dem Laden endlich wieder frei ist“, erklärt eine Mitarbeiterin des Bekleidungsgeschäfts No. 10, das genauso wie die Neue Elbe-Apotheke mitten in der Baustelle liegt und für die Kunden zeitweise gar nicht erreichbar war. „Der Umsatzverlust beträgt 30 Prozent“, berichtet Apothekeninhaber Nagip Maksoud.

„Die Touristen haben sich nicht in die Baustelle getraut“, erzählt Gerold Cassau vom Spielwaren- und Geschenkeladen Kröhnke. Doch er lobt die Bauarbeiter, mit denen man immer reden konnte und die auch auf Wunsch Fahrbahnunebenheiten behoben haben. Insgesamt ist er mit dem Ergebnis zufrieden, wünscht sich aber, dass die Geschäftebetreiber beim nächsten Mal vorab besser informiert werden. Nahezu alle Ladenbesitzer freuen sich über die neu gewonnene Attraktivität durch die breiteren und schön gestalteten Fußwege. Dass jedoch der zukünftige Kreisverkehr Sinn macht, bezweifeln einge Kaufleute. Bernd Dose vom Brillenfachgeschäft Optiker-Dose wäre ein Parkplatz mehr vor seinem Geschäft lieber gewesen.

Traute Hartlef vom Toto-Lotto-Laden in der Sietwender Straße kümmern ganz andere Sorgen, „Warum wurde der zweite Teilabschnitt nicht gleich mitgemacht.“ Sie führt ihr Geschäft alleine und musste schon jetzt auf Laufkundschaft und Touristen verzichten. Anders als andere Geschäfte trifft sie die nächste Bauphase in zwei Jahren noch einmal hart. Daran mag sie noch gar nicht denken. Anke Limberg arbeitet in der Fleischerei Krause. Sie sagt: „2018 werden wir während der Bauzeit wohl an Personal sparen.“