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Leerstände verringern sich

Neue Bleibe für die Drochterser Malteser /Menü-Service wird gut angenommen

ig. Drochtersen. Drochtersen mausert sich. Die Leerstände mitten im Ort verringern sich. Der Ortskern wird ansehnlicher. Die Malteser, die erst gut vor gut einem Jahr ein Domizil an der Sietwender Straße fanden, richten sich neu in einem Geschäftshaus an der Drochterser Straße 32 ein. Für die alten Geschäftsraume wurde Eigenbedarf angemeldet. Ein Tierärztin hat das Haus, in dem sich bis vor kurzem auch eine Videothek befand, erworben und will dort eine Praxis einrichten.
"Mit der neuen Bleibe sind wir sehr zufrieden", sagt Dr. Heinz-Dieter von der Aue. "Wir sorgen ja auch für weniger Leerstände. Hier befand sich ja früher mal ein Immobilien-Büro." Die Malteser sind mit ihrer Arbeit in Drochtersen zufrieden. Dr. von der Aue: "Immer mehr Menschen bestellen Essen. Und auch der Haus-Notruf wird immer stärker angenommen."
Die Malteser arbeiten mit einem Menüservice in Stuttgart zusammen, erhalten das Essen vorgegart und schockgefrostet und bereiten es in speziellen Öfen in Drochtersen zu. Bundesfreiwilligendienstler und Ehrenamtliche fahren die Speisen aus.
Kooperieren will die Hilfs-Organisation auch eng mit dem Haus "Landwandel", das mitten im Ort entsteht und besondere Senioren-Wohngemeinschaften bietet (das WOCHENBLATT berichtete). In Kürze wird es auch von den Maltesern im "Kehdinger Bürgerhaus" Angebote geben. "Wir haben positive Gespräche mit der Verwaltung geführt", so Dr. von der Aue. Dem Kreisbeauftragten schweben im Bürgertreff Vorträge über Ernährung und Sicherheit im Haus und an der Haustür vor.
Dass in Drochtersen demnächst weitere Leerstände verschwinden, macht ein besonderes Programm möglich. Die Gemeinde wurde 2013 mit dem Sanierungsgebiet "Drochtersen-Ortskern" in das Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" aufgenommen. Der Kommune stehen in den nächsten Jahren rund 3,3 Millionen Euro zur Verfügung. "Drochtersen wird im Ortskern ein anderes Gesicht bekommen", sagt Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch.