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"Rabe" Max hört zu und gibt Tipps

Bürgermeister Bösch, Julia Bleibtreu und Tina Wöckener-Gade

Schulsozialarbeit in der Gemeinde Drochtersen erntet Lob

ig. Drochtersen. Der Max kann zuhören, ist zu Scherzen bereit, gibt viele Tipps und ist beliebt", sagt Julia Bleibtreu (28). Der Stoff-Rabe ist bei fast allen Aktivitäten an der Seite der 28-jährigen Buxtehuderin, die seit August 2013 als Erzieherin an der Asseler Grundschule (GS) tätig ist und mit Nils Napierski (GS Drochtersen), Meike Köller (GS Dornbusch), Marie Tauchen und Fabian Löwe (beide KGS Drochtersen) zum Schulsozialarbeiter-Team der Gemeinde Drochtersen gehört.
"Die jungen Leute leisten wichtige Arbeit", sagt Bügermeiser Hans-Wilhelm Bösch und ist stolz auf das Lob während der letzten Sitzung des Beirates "Jugend-Schul und Sozialarbeit", in dem Vertreter der Schulen, Schulbehörde, AWO, Kindergärten und Ratsmitglieder vertreten sind. "Von allen Mitgliedern wurde die Einführung der Schulsozialarbeit als sehr positiv eingestuft, weil sie in dieser Art einzigartig im Landkreis ist", so Bösch.
Die Erzieher sind angestellt bei der AWO Stade. Die Gemeinde übernimmt die Kosten in Höhe von 20.000 Euro pro Jahr. Die GS-Sozialarbeit ist auf sechs Stunden pro Woche in jeder Schule begrenzt und wird in der Regel an zwei Tagen ausgeführt. In Drochtersen und Dornbusch werden die 4. Klassen betreut, um sie auf den Übergang zur weitergehenden Schule vorzubereiten. In Assel gibt es die sogenannten "Stark-mach-Stunden" (SM) in den dritten Jahrgängen. Bleibtreu: "In diesen Stunden geht es bevorzugt um die Stärkung der Klassengemeinschaft." Schon kurz nach ihrer Einstellung hat die Erzieherin einen Briefkasten aufgestellt, der stark genutzt werden. In den Briefen der Schüler dreht es sich zumeist um Streit-Probleme, die Bleibtreu dann mit den Pennälern aufarbeitet. Eingerichtet wurde auch eine "Pädagogische Auszeit", in der Schüler mit Defiziten gestärkt werden. "Das Gespräch beruht auf Freiwilligkeit", betont Bleibtreu. Schulleiterin Tina Wöckener-Gade ist begeistert von der Arbeit und den Methoden ihrer neuen Kollegin. Das Klima an der Schule sei besser geworden. "Die Schüler öffnen sich Julia gegenüber anders."