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Schmuckstück und Aushängeschild

Engagierten sich Günter Kolkhorst, Hans-Heinrich von Rönn, Ernst-August Raap, Günter Grotheer, Frank Schröder und Taufpatin Jandra Lorenzen
Taufe des historischen Elbeewers "Catharina" auf Krautsand mit 300 Zuschauern
ig. Krautsand. Die Elbinsel hat ihre Catharina wieder. Das Containerschiff, das einst Zement von Krausand nach Hamburg transportierte, befindet sich nicht mehr im Hamburger Reihenstieg, sondern erstrahlt im neuen Glanz im Krautsander Hafen.
Am vergangenen Wochenende wurde der 116 Jahre alte Elbe-Ewer von der Schülerin Jandra Lorenzen mit der obligatorischen Sektflasche getauft. 300 Zuschauer, verfolgten das historische Spektakel, das mit Shanties vom Krautsander Männerchor "Wohlfahrt" begleitet wurde.
Das Schiff habe nur Schrottwert besessen, berichtete der Sprecher des Arbeitskreises "Dorferneuerung", Günther Grotheer. Und bedankte sich bei den vielen Helfen und Sponsoren, ohne die es nicht zu dieser Feier gekommen wäre.
Zur Restaurierung steuerte das Amt für Landesentwicklung 150.000 Euro bei. Von der Gemeinde gab es Zuschüsse in Höhe von 75 000 Euro. Lob und Anerkennung gab es für die Krautsander Familie Lorenzen. "Sie hat Kauf und Transport übernommen", so Grotheer. Auch eine fünfköpfige Crew unter der Mitwirkung des Reeders und Ex-Kapitäns Hans-Hinrich von Rönn habe sich verdient gemacht, mehr als 600 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert.
Pastor Bernhard Pippirs bezeichnete die Catharina als ein "Symbol der Dorfgemeinschaft". Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch betonte in seiner Rede, dass sich der Gemeinderat die Entscheidung zum Zuschuss nicht leicht gemacht habe. "Es gab viel Sitzungen und Gespräche bis zur positiven Entscheidung." Bösch bedankte sich auch bei seinem Bauamts-Mitarbeiter Heino von Busch, der sich engagiert um das Schiff gekümmert habe. Für den Bürgermeister ist der alte Elbe-Ewer ein Schmuckstück und Aushängeschild für die ganze Gemeinde.
"Zur Erinnerung an die Taufe soll es jetzt in jedem Jahr ein Hafenfest geben", versprach Grotheer.
Der Krautsander Hafen war kulturhistorisch Jahrhunderte lang der Mittelpunkt des Ortes. Von dort aus wurde die Insel versorgt und Waren exportiert. Das endete mit dem Deichbau im Jahr 1977. Der Hafen wurde geschlossen und verschlammte. Das Becken wurde im letzten Jahr ausgebaggert und ein Teil des Areals um den Hafen herum gepflastert.