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Sexshops haben in Drochtersen keine Chance

Keine Vergnügungsstätten im Drochterser Ortskern

Keine Vergnügungstätten im Ortskern von Drochtersen / Drochterser Firma will das Offe-Grundstück erwerben

ig. Drochtersen. Der Bebauungsplan „Ortskern Drochtersen“ und der Verkauf des Grundstückes der ehemaligen Gaststätte Offe sind wichtige Tagesordnungspunkte der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Umwelt und Tourismus (GUT) am Dienstag, 14. März, um 19 Uhr im Ratssaal der Gemeinde Drochtersen.
Im Einzelnen geht es um Folgendes: Mit der Änderung des Bebauungsplans will die Kommune verhindern, dass sich im Ortskern Automatenhallen, Wettbüros und Sexshops ansiedeln. Der städtebauliche Rahmenplan „Ortskern“ aus dem Jahr 2015 hat mögliche Auswirkungen durch die Ansiedlungen von Vergnügungsstätten auf das zentrale Versorgungsgebiet untersucht und beurteilt. Damals wurde festgestellt, dass die Ansiedlung eines entsprechenden Gewerbes im zentralen Bereich negative Auswirkungen für den gesamten Ortskern mit sich bringen würde. Mit der Änderung des B-Plans „Ortskern Südwest und Gemeinbedarfszentrum“ im Januar 2016 wurde bereits in einem Bereich die Zulässigkeit von Vergnügungsstätten ausgeschlossen. Nun sollen weitere Teilbereiche des Ortskerns entlang der Landesstraße L 111 angepasst werden.
Die ehemalige Gastronomie Offe im Ortsteil Dornbusch steht zum Verkauf. Interessiert an dem Gebäude und Grundstück ist die Firma „B&S Soziale Dienste", die dort ein Kinder- und Jugendhaus errichten möchte. Das Vorhaben stieß bei einer öffentlichen Veranstaltung im Januar auf Kritik (das WOCHENBLATT berichtete).
Inzwischen hat sich ein weiterer Interessent gemeldet. Die Firma "Hatecke Shared Service GmbH & Co KG" möchte auf dem Grundstück ein Zentrum für präventive Gesundheitsvorsorge und Parkplätze errichten. Das geplante Projekt soll im Rahmen der Fachausschusssitzung von einem Mitarbeiter der Firma vorgestellt werden. Insider gehen davon aus, dass sich eine politische Mehrheit für das Vorhaben findet.