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Urlaub mitten in der Natur

Auf der Elbinsel Krautsand ensteht ein Baumhotel / Klaus-Dieter Mayer investiert mehr als 300.000 Euro


ig. Krautsand. Ein solches Hotel wäre im Landkreis Stade ein Novum: Der Krautsander Klaus-Dieter Mayer will auf seinem Grundstück direkt hinter dem Elbdeich ein "Baumhotel" errichten (das WOCHENBLATT berichtete). Da die geplanten drei Gebäude direkt an ein Vogelschutzgebiet grenzen, mussten zunächst Umweltverträglichkeits-Gutachten eingeholt werden. Das Ergebnis: Natur und Vögel werden durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt. Mayer: "Die Häuser stehen auf vier Meter hohen Stelzen, versiegeln also keine Flächen."
Mit der Änderung des entsprechenden Flächennutzungsplanes gaben die Mitglieder des Drochterser Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Umwelt und Tourismus kürzlich grünes Licht für den Bau an der Schanzenstraße. "Auch in der bevorstehenden Sitzung des Verwaltungsausschusses dürfte es Zustimmung geben", sagt Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch. Anschließend liegt der Plan vier Wochen öffentlich aus. "Probleme wird es nicht geben, weil auch die geplante Rundbahn zum Pferdereiten nicht mehr vorgesehen ist “, so Planungs-Fachbereichsleiter der Gemeinde.

Mayer hofft, dass bereits in der bevorstehenden Saison Touristen erstmals in einem der drei Stelzenhäuser ihre Ferien verbringen. Der Bauantrag liege dem Landkreis Stade vor, der auf auf den Beschluss der Gemeinde warte. „Dann kann ich starten.“ Die Häuser werden zwischen drei Weidenbäumen errichtet und sind über Außentreppen zu erreichen. Die Kabinen verfügen über eine Grundfläche von 36 Quadratmetern, bieten Platz zum Schlafen, Wohnen, Kochen und für ein Bad. Platz haben maximal vier Personen. Medien für das Internet, Strom, Wasser und Abwasser verlaufen durch die Stelzen.

Neben dem Baumhotel plant der Krautsander ein Meditationshaus, das eine Fläche von 25 Quadratmetern aufweisen und sich durch die geringe Gebäudehöhe und Dachbegrünung stark in die Wiesenflächen integrieren soll. Mayer, der in sein Baumhotel mehr als 300.000 Euro investiert, geht von 150 Belegungen pro Jahr aus. "Die Menschen machen Urlaub mitten in der Natur, können den Anblick der Marschlandschaft genießen.“ Der Inselbewohner arbeitet mit dem Bremer Architekten Andreas Wenning zusammen, der bereits Projekte in Europa, Brasilien und den USA realisierte. In Bad Zwischenahn läuft eines seiner entworfenen Baumhotels mit großem Erfolg.