Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Vereine müssen sich noch gedulden

Der Asseler Hafen soll "aufgefrischt" werden
Hohe Summen: Drochterser Sozialauschuss stellt Vereinsanträge zurück / Beratungsbedarf besteht
ig. Drochtersen. "Wir benötigen noch Informationen." - "Es besteht noch Beratungsbedarf." - "Die Auswirkungen auf den Haushalt müssen noch bedacht werden." - Das war der einhellige Tenor der Mitglieder des neuen Sozialausschusses der Gemeinde Drochtersen. So wurden Anträge von Vereinen mit höheren Beträgen in die Fraktionen zurück verwiesen. Darunter das Vorhaben des Trägervereins des Dorfgemeinschaftshauses Krautsand. Im Bürgertreff sollen eine neue Küche installiert und die Räumlichkeiten saniert werden. Kosten: rund 68.000 Euro. Ein Drittel der Summe soll die Kommune tragen. Kommentar des FWG-Sprechers Cornelius, van Lessen: Das sei zu teuer. Und warum müsse Echtholzparkett für 150 Euro pro Quadratmeter verlegt werden? Der Ausschuss will sich jetzt vor Ort informieren.
Auch über den Antrag der SV Drochtersen/Assel auf Bezuschussung von Sicherungszäunen - die Kosten betragen 38.000 Euro - wurde noch nicht entschieden, fand aber durchweg positive Resonanz. Für das Cup-Spiel gegen den Bundesligisten Gladbach mussten DFB-Auflagen erfüllt werden. "Ohne die hätte es kein solches Spiel gegeben", so D/A-Präsident Rigo Gooßen vor dem Gremium. Es seien schnelle Entscheidungen nötig gewesen. Zudem habe es den Grundsatzbeschluss gegeben, Investitionen für das DFB-Spiel mit 70 Prozent zu bezuschussen. Die Fraktionssprecher betonten, Drochtersen sei durch das Spiel und das D/A-Engagement bundesweit bekannt geworden. "Der Imagegewinn für den Ort ist enorm", so Dirk Ludewig (SPD) und Gaby Dammers (CDU). Die Entscheidung über die Höhe des Zuschusses fällt jetzt im Finanzausschuss. So verfahren wurde auch mit dem Antrag des VTV Assel, die Beregnungsanlage auf dem neuen Kunstrasenplatz (28.000 Euro) zu bezuschussen.
Beschlussempfehlungen gab es bei den laufenden Kosten der Dorfgemeinschaftshäuser in Dornbusch, Hüll, Assel, Barnkrug und Krautsand.
Richtig viel Geld in die Hand nehmen muss die Gemeinde, wenn sie der Erneuerung des Asseler Hafens zustimmen sollte. "Der Hafen soll entschlammt, Spundwände installiert und ein Wohnmobilplatz errichtet werden", so Sprecher Werner Beckermann. Kosten: rund 220. 000 Euro. Ein großer Teil (126.000 Euro) kommt aus dem EU-Topf für die Leader-Region. Zusagen von der Gemeinde gab es bisher in Höhe von 25.000 Euro. Die reichen aber nicht aus. So soll die Kommune weitere 78.000 berappen. Für die Sanierung machen sich der Hafenverein, der Wassersportclub und der Förderverein des historischen Elb-Ewers "Emmi" stark. Die weitere Beratung soll im Finanzausschuss erfolgen.