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Wieder in der alten Heimat

Der Einbaum wird Ausstellungsstück in der Ziegelei Rusch

Historischer Einbaum wird in der Ziegelei Rusch ausgestellt


ig. Drochtersen. "Von wegen ein Klotz am Bein", sagt der Drochterser Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch. "Wir freuen uns sehr, dass der Einbaum wieder zurück ist. Wir sind um eine historische Sehenswürdigkeit reicher."

Der elf Meter lange Nachbau eines Einbaums befand sich einige Jahre im Stader
Schwedenspeicher-Museum, kehrte jetzt mit Hilfe der DLRG Drochtersen auf einem Schwertransporter in seine alte Heimat zurück - und wurde zunächst auf dem Bauhof deponiert. "Das Boot wir dort aber nicht mehr lange stehen. Es soll Blickfang werden in der historischen Ziegelei Rusch in Ritsch." Der Betreiber freue sich. Und die Besucher bestimmt auch. "Immerhin besichtigen pro Jahr mehr als 1.000 Interessierte die Ziegelei."

Der Hintergrund: Archäologen fanden 1987 bei Ausgrabungsarbeiten an einem Bootsanleger die Reste eines Einbaumes, die aus dem dritten Jahrhundert vor Christus stammten. Einbäume dienten den Kehdinger Vorfahren als Fortbewegungs- und Transportmittel. Eine Studentengruppe unter der Leitung von Professor Dr. Helmut Ziegert baute einen Einbaum 1990 nach. Für die Rekonstruktion fand man in Hedendorf das richtige Rohmaterial. Eine große Buche wurde gefällt. Die Rohform entstand - dank der modernen Technik - innerhalb von drei Tagen. Danach wurde der Stamm auf dem Wasserwege nach Drochtersen überführt, wo auf dem Oltmannschen Hof das Aushöhlen erfolgte.

Bürgermeister Bösch ist sich sicher: "Das seltene Wassergefährt wird zu einer Touristen-Attraktion."