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„Wir hätten die Apotheke verschenkt“

Evelyne und Hans Otto Köhler hätten für ihre Apotheke in Assel gerne einen Nachfolger gefunden
Drochtersen: Apotheke |

Am 1. Oktober ist Schluss / Pharmazie-Geschäft in Assel ohne Nachfolger


sum. Assel. Trotz zweier Ärzte vor Ort und einem treuen Kundenstamm haben Evelyne Köhler (66) und ihr Ehemann Hans Otto Köhler (65) für ihre Apotheke in Assel keinen Nachfolger gefunden. Als Konsequenz werden sie die Türen des Geschäfts am 1. Oktober für immer schließen.

Nach ihrem Pharmazie-Studium zog das Ehepaar im Jahr 1977 von Hessen nach Assel und eröffnete in dem damals leerstehenden Geschäftsgebäude die Apotheke. Seit dem sind Evelyne und Hans Otto Köhler rund um die Uhr für ihre Kunden da. „Manchmal hatten wir das Gefühl, die 1414 ist eine Notrufnummer für alle Fälle,“ schmunzelt die Pharmazeutin.

Die Arbeit macht dem Apotheker-Ehepaar bis heute viel Spaß und sie genießen die Treue ihrer Kunden. Dennoch ist es an der Zeit, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen und etwas für sich und ihre Gesundheit zu tun. Darauf freuen sich die beiden sehr, beenden den Apotheken-Dienst aber auch mit „einem weinenden Auge“. Denn statt der endgültigen Schließung hätten sie das Geschäft und die treuen Kunden lieber an einen Nachfolger übergeben. Diesen haben sie trotz intensiver Suche nicht gefunden. „Dabei wäre das Kostenrisiko gering gewesen,“ erklärt Evelyne Köhler betrübt: „Die Apotheke hätten wir verschenkt und das dazugehörige Wohnhaus günstig verkauft.“

Hans Otto Köhler vermutet, dass die ländliche Lage des Betriebes sowie der durch Krankenkassenverträge und Internethandel schwer gewordene Stand kleinerer Apotheken Gründe für die erfolglose Suche waren.

Was sie nach der Schließung der Apotheke und einem möglichen Verkauf des Hauses machen, wissen Evelyne und Hans Otto Köhler noch nicht: „Das lassen wir in Ruhe auf uns zukommen.“