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Wohnheim in ehemaliger Dornbuscher Gastronomie

Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) in Drochtersen-Dornbusch geplant

ig/bc. Drochtersen. Konkretes weiß man noch nicht. Und trotzdem ist die Aufregung jetzt schon groß. Die Hamburger Firma "B+S Soziale Dienste" möchte nach Angaben von Drochtersens Bürgermeister Mike Eckhoff das Grundstück der ehemaligen Gaststätte Offe in Drochtersen-Dornbusch von der Gemeinde kaufen und die Kneipe abreißen lassen.
Auf dem Grundstück will "B+S" ein Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - abgekürzt UMF - erstellen und betreiben. Im Auftrag des Landkreises sollen dort bis zu zwölf Jugendliche rund um die Uhr betreut werden. Nach WOCHENBLATT-Informationen könnten auch minderjährige deutsche Kinder dort untergebracht werden.
"B+S" betreibt bereits in Stade in der abgesperrten Halle der Friedrich-Fröbel-Schule eine Unterkunft für UMF. Zu der Planung in Dornbusch wird für interessierte Bürger eine öffentliche Informationsveranstaltung am 18. Januar um 19 Uhr in der Festhalle in Dornbusch angeboten.
Fest steht: Die Kommunen sind nach neuester Gesetzgebung der Bundesregierung verpflichtet, elternlose Flüchtlinge aufzunehmen und eine “adäquate Versorgung” zu gewährleisten. Die Internet-Gemeinde in Drochtersen und Umgebung ist schon in heller Aufregung. In den sozialen Medien wird kräftig gegen die Planungen gewettert. Besorgte Bürger fürchten um ihre Sicherheit im beschaulichen Kehdingen. Dabei ist eine politische Entscheidung, ob das Heim gebaut wird, noch gar nicht getroffen.
Bürgermeister Mike Eckhoff empfiehlt dringend, an der Info-Veranstaltung teilzunehmen: „Dort wird die tatsächliche Planung detailliert vorgestellt.“ Und er betont auch, dass es sich lediglich um Planungen handelt, die anschließend in den Fraktionen und in den öffentlich tagenden Gremien der Gemeinde weiter beraten werden.