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Bürgermeister-Kandidaten auf dem Prüfstand

Mike Eckhoff
 
Matthias Schwed

In Drochtersen wird am 8. März ein neuer Bürgermeister gewahlt / das WOCHENBLATT befagte die Kandidaten


ig. Drochtersen. Am Sonntag, 8. März, sind Einwohner aus der Gemeinde Drochtersen aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Zwei Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge von Hans-Wilhelm Bösch: Matthias Schwed, der Kandidat der FWG Drochtersen, und Mike Eckhoff, der von der CDU, SPD und den Grünen unterstützt wird. Den beiden Kandidaten stellte WOCHENBLATT-Mitarbeiter Dirk Ludewig sechs Fragen mit der Bitte um kurze Beantwortung.

• Warum sollten die Bürger/-innen am 8. März ihnen ihre Stimme geben?
Eckhoff: Ich stehe für Menschlichkeit, Ortsverbundenheit, Kompetenz und Bürgernähe. Ich möchte die positive Entwicklung der Gemeinde Drochtersen fortführen.
Schwed: Ich möchte als Bürgermeister neue Impulse setzten, neue Visionen einbringen, den Blick wieder auf das Wesentliche richten und vor allen Dingen die alten Verkrustungen lösen, um Drochtersen nachhaltig und attraktiv zu gestalten.

• Die Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen ist ein großes Thema. Wie wichtig ist Integration für Sie und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden?

Eckhoff: Integration ist für mich ein sehr wichtiges Thema. Hier wurde in der jüngsten Vergangenheit durch den jetzigen Bürgermeister sehr gute Arbeit geleistet. Neben der Bereitstellung von Wohnraum sind die Vermittlung von Sprachkenntnissen, die Integration in Kindergärten, Schulen und Vereinen sowie die Begleitung im täglichen Leben wichtige Bausteine.
Schwed: Ich werde die angelaufenen Integrationsmaßnahmen seitens der Verwaltung und der Kirche fortführen. Kinder und Jugendliche sollten in Kindertageseinrichtungen und Schulen, sowie Sportvereinen integriert werden und die Sprache erlernen. Für ehrenamtliche Helfer werde ich weiterhin werben, auch um Sprachmittler. Ich appelliere auch an alle Bürgerinnen und Buürger, die Anwesenheit der Flüchtlinge positiv zu sehen und ihnen die Integration zu erleichtern.

• Wo sehen Sie die Gemeinde mit Ihnen in sechs Jahren an der Spitze? Was möchten sie in den kommenden Jahren unbedingt umsetzen?

Eckhoff: Drei Punkte möchte ich besonders hervorheben: 1. Stärkung der Wirtschaft. Die Unterstützung der Wirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung der Gemeinde Drochtersen. 2. Bedarfsgerechte Kinderbetreuung. Das Angebot ist an dem entsprechenden Bedarf auszurichten und die Entwicklung genauestens zu beobachten. 3. Sanierung von Gebäuden (einschließlich Hallenbad) und Straßen. Anhand von Prioritätenlisten sind Gebäude und Straßen in den nächsten Jahren verstärkt zu sanieren.
Schwed: Mit mir als Bürgermeister sehe ich Drochtersen in sechs Jahren als eine attraktive, mobile - dank des Bürgerbusses - und weltoffene Gemeinde. Aufgrund neuer Gewerbeflächen haben sich weitere Betriebe angesiedelt. Somit ist für mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze gesorgt. Ebenso sind hierdurch die Gewerbesteuereinnahmen gestiegen. Die Betreuungszeiten wurden endlich den Bedürfnissen der Eltern angepasst. Hierdurch ist ein Zuzug junger Familien eingetreten. Die Jugendlichen wurden stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden. Auch läuft endlich die Sanierung des Hallenbades. Die Radwegfurten wurden endlich mit roter Farbe markiert.

• Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit den politischen Parteien im Gemeinderat vor?

Eckhoff: Mein Ziel ist die Zusammenführung der politischen Parteien und gemeinsam mit allen Ratsmitgliedern und den Bürgerinnen und Bürgern die Gemeinde Drochtersen in die Zukunft zu führen.
Schwed: Ich erwarte eine konstruktive Zusammenarbeit. Man kann aufgrund der politischen Unterschiede nicht immer einer Meinung sein. Ich werde versuchen, für meine Ziele Mehrheiten zu finden und auch Kompromisse auszuloten.

• Was wünschen Sie sich von den Drochterser Bürgern/-innen?

Eckhoff: Ich wünsche mir von den Drochterser Bürgerinnen und Bürgern, dass sie am 8. März zur Wahl gehen und mir ihre Stimme geben. Auch wünsche ich mir, dass sie sich aktiv in die Entscheidungsprozesse einbringen, mit mir im Dialog bleiben und dass bei allen schwierigen Entscheidungen die Menschlichkeit nicht außer Acht gelassen wird.
Schwed: Ich wünsche mir, am 8. März zum Bürgermeister gewählt zu werden. Und zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger frischen Wind in Verwaltung und Rat zu bringen, sowie mehr Offenheit gegenüber Neubürgern, unabhängig von deren Herkunft, und mehr Bereitschaft zu Veränderungen.
• Wie sieht - sollten sie gewählt werden - Ihr erster Arbeitstag aus?

Eckhoff: Am 1. Juli findet eine Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes in Emden statt. Sollte ich Bürgermeister werden, werde ich daher leider meinen ersten Arbeitstag nicht im Rathaus verbringen können.
Schwed: Morgens werde ich mich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorstellen, nachmittags eine Besprechung mit den Fachbereichsleitern durchführen und abends die Fraktionsvorsitzenden zu einem ersten offiziellen Gespräch einladen.