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Bunte Buchstaben und viele Zahlen in Drochtersen

Ortskern-Begehung in Kleingruppen

Eine Arbeitsgruppe aus Bürgern beschäftigt sich mit der Modernisierung des Ortskerns

ig. Drochtersen. So mancher Bürger der Gemeinde Drochtersen reibt sich in diesen Tagen verwundert die Augen. Im Ortskern gibt es vor Gebäuden verschiedenfarbige Markierungen mit Buchstaben und Zahlen zu "bestaunen". Des Rätsels-Lösung: Die Kennzeichen sind erste Ergebnisse einer Arbeitsgemeinschaft, die sich mit der Modernisierung der Drochterser Ortsmitte beschäftigt. Die Markierungen weisen darauf hin, dass hier etwas bewegt werden könnte.
Die Gemeinde wurde mit dem Sanierungsgebiet "Drochtersen-Ortskern" in das Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" aufgenommen (das WOCHENBLATT berichtete). Dadurch ergeben sich Chancen, in den nächsten fünf Jahren öffentliche Maßnahmen durchzuführen, die ohne Fördermittel nicht möglich wären. Immerhin stehen der Kommune mehr als 3 Millionen Euro zur Verfügung.
Auf einer Bürgerversammlung im Dezember 2013 konstituierte sich eine Arbeitsgemeinschaft, die sich am vergangenen Samstag erstmals zu einem Workshop im Kehdinger Bürgerhaus traf und Weichen stellte. Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch: "Wir wollen nicht von oben herab entscheiden, vielmehr das Gespräch mit den Bürgern suchen." Die Aufgabe der AG, die aus Bürgern, Verwaltung, Rat, Schule, Studenten der Hochschule und Vertretern von Institutionen besteht, ist es, dem Sanierungsträger Anregungen für die Aufstellung eines "Städtebaulichen Rahmenplanes" zu bieten.
Die gab es nach einer Ortskern-Begehung in kleinen Gruppen reichlich: Der Kirchenplatz könnte ein neues Gesicht bekommen. "Sich zum Gemeinde-Mittelpunkt entwickeln", so ein Teilnehmer. Angedacht wurde auch der Abriss des ehemaligen Hintelmann-Gebäudes, um die Verkehrssicherheit zu fördern. Auch fehle das "Grün" im Ortskern. So sei der Parkplatz vor dem neuen Bürgerhaus nicht gerade optisch attraktiv.
Weiter im Gespräch: Maßnahmen im Hinblick auf Fassaden-Arbeiten, Straßenbeschilderung, Fuß- und Fahrradwege, Parkmöglichkeiten, Verbreiterung der Parkstreifen, Abbau der Leerstände im Ortskern. "Sicherlich können wir nicht alle Wünsche berücksichtigen, weil die Mittel begrenzt sind. Aber wenn die Bürger zusammen an den Zielen arbeiten, erreichen wir das Mögliche", sagt Bürgermeister Bösch.
Wie geht es weiter? Die Ergebnisse werden zusammengefasst, dann der AG vorgestellt. "Noch vor den Sommerferien soll es eine weitere Bürgerversammlung geben", so Bösch.