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Die Entscheidung ist gefallen!

Einigkeit: Fünf Millionen für Hallenbad-Sanierung in Drochtersen / Ausschreibung erfolgt

ig. Drochtersen. Die Mitglieder des Drochterser Bauausschusses waren sich nach rund drei Stunden Sitzungsdauer einig: Das Drochtersener Hallenbad soll erhalten bleiben. Für die Sanierung dürfen aber nicht mehr als fünf Millionen in die Hand genommen werden. Unter dieser Prämisse soll jetzt die Ausschreibung erfolgen. Eigentlich standen rund neun Millionen im Raum. Die Summe war das Ergebnis einer Studie des Wiesbadener Planungsbüros Balneatechnik (das WOCHENBLATT berichtete). „Eine unglaubliche Zahl. Dann können wir ja neu bauen“, so ein Ausschuss-Mitglied.
Dr. Nicole Riedle, Leiterin des Planungsbüros, rechnete dem Ausschuss und Zuhörern vor, warum die Sanierung des in die Jahre gekommenen Bades – es wurde vor 45 Jahren gebaut - rund neun Millionen verschlingen würde. Es stehen an: Energetische Maßnahmen am Dach und Fassade: 1,3 Millionen Euro. Neuaufteilung der Raumstruktur, neue Umkleiden und ein neues Babybecken: 1,15 Millionen Euro. Erneuerung der Haustechnik: rund zwei Millionen Euro. Riedle wörtlich: „Die Technik hat ihre Schuldigkeit getan.“ Weiter: Erneuerung des Beckenbereichs: 1,8 Millionen Euro. Neuordnung der Lagerräume und Anbau für Lager und Lüftungstechnik: 750 000 Euro. Die Referentin: Dr. Riedle: „Daraus ergibt sich ein Aufwand für Baukosten von brutto rund sieben Millionen Euro. Für Planung und Nebenkosten müssen dann noch zwei Millionen Euro hinzugefügt werden.“
Diese Summe ist den Ortspolitikern viel zu hoch. Die Sanierung dürfe nicht mehr als fünf Millionen Euro getragen, so der allgemeine Tenor. Fest steht auch: Ein Bewegungsbad wird es aus Kostengründen nicht geben. Und die Sanierung will die Kommune selbst betreiben. Ein Arbeitskreis, gebildet aus Vertretern aller Fraktionen und Verwaltung, soll Ausschreibung und die Planung begleiten.
Zufrieden mit den Ergebnissen der Sitzung zeigte sich auch Schwimmmeister Jens Beneke, der seit 1986 die Regie im Hallenbad führt. Er freue sich, dass die Sanierung anstehe. „Die Entscheidung ist prima. Man muss eben in einigen Details zurückrudern. Dann kommt man mit der anvisierten Summe aus.