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Drochtersen als Gastgeber des Handwerks

Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch zeigt die Lage des zukünftigen Autobahnkreuzes
Drochtersen: Rathaus |

Die Gemeinde will sich um zusätzliche Arbeitsplätze kümmern

sum. Drochtersen. Auf der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Stade am Dienstag der vergangenen Woche durfte Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch als Bürgermeister der Gemeinde Drochtersen und somit Ausrichter der Handwerkswoche 2014 die Vertreter der Kreishandwerkerschaft Stade, der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade sowie die Obermeister der verschiedenen Handwerks-Innungen im Rathaus Drochtersen willkommen heißen.

Er berichtet, dass es dem Handwerk derzeit zwar gut geht und der allgemeine Trend der stabilen oder nach oben tendierenden Auftragslage auch für die Handwerksbetriebe in Drochtersen gilt. Dennoch weist er in diesem Zusammenhang erneut auf die Wichtigkeit des Baus der Autobahnen 20 und 26 sowie des Elbtunnels zwischen Drochtersen und Glückstadt hin. Gerade für die strukturschwache Region ist eine schnelle Verkehrsanbindung von enormer Bedeutung, denn nur so besteht die einmalige Chance, dass sich weitere Betriebe in Kehdingen ansiedeln können, die für neue Arbeitsplätze und eine verbesserte Steuerkraft in der Gemeinde sorgen.

Natürlich weiß Hans-Wilhelm Bösch um die Schwierigkeiten, die mit dem Ausbau von Straßen und Gewerbeflächen entstehen. So muss beispielsweise allein für die 110 Kilometer lange Verkehrsanbindung zwischen Bremervörde und Drochtersen eine 350 Hektar große Ausgleichsfläche in unmittelbarer Nähe geschaffen werden. Dennoch wird der Autobahn-Ausbau für die Region ein großer Segen sein, ist sich Bürgermeister Bösch sicher.

Wie im gesamten Kreis Stade macht auch den Betrieben in der Gemeinde Drochtersen der Arbeitskräftemangel zu schaffen, weiß Hans-Wilhelm Bösch. Er ist daher der Auffassung, dass gerade die jungen Menschen, die ihre schulische oder berufliche Ausbildung abbrechen und oft über lange Zeit Sozialhilfeleistungen in Anspruch nehmen, herangezogen werden müssen. Sie könnten den Handwerksbetrieben zwar nicht als Fachkräfte, zumindest aber als erforderliche Hilfskräfte zur Seite gestellt werden. Hier müsse nach Meinung von Bösch die Politik handeln. damit nicht immer mehr Menschen Sozialleistungen in Anspruch nehmen, auf der anderen Seite aber Arbeitsplätze, gerade auch im Handwerk, zur Verfügung stehen, die es zu besetzen gilt.