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"Einseitige Autobahn ist ein Schildbürgerstreich"

Enak Ferlemann (Foto: oh)

Staatssekretär Enak Ferlemann zu Besuch in der historischen Ziegelei Rusch

ig. Drochtersen. Enak Ferlemann (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, übte am vergangenen Freitag in der Ziegelei Rusch in Ritsch heftige Kritik an den rot-grünen Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Ferlemann, der im Rahmen der "Woche der CDU" der historischen Ziegelei einen Besuch abstattete, nannte die geplante nur einseitige Freigabe des fertig gestellten A26-Teilstücks von Horneburg nach Jork einen „Schildbürgerstreich“ der Regierung in Hannover. Dagegen müsse angekämpft werden, damit eine vollständige Freigabe in beiden Richtungen erreicht werde."

Der „mündige Bürger“ werde sich schon die für ihn besten Verkehrswege suchen, wenn mögliche Engpässe entstünden, so Ferlemann. Nach seiner Einschätzung könnte die Gesamtstrecke der A26 bis einschließlich Hamburg im Jahr 2020 vollendet werden. "Mit den Anschlüssen an die A7 in Moorburg und an die A1 in Stillhorn."

Bei der Küstenautobahn A20 sieht er auf schleswig-holsteinischer Seite zwar Bewegung, aber immer noch Probleme im Bad Segeberger Bereich unter anderem wegen der dortigen Fledermaus-Vorkommen. Für den geplanten Elbtunnel von Glückstadt nach Drochtersen erwartet der Parlamentarier noch für dieses Jahr die Baureife. "Danach kann mit der Ausschreibung begonnen werden." Der Tunnel solle privat finanziert und per Maut betrieben werden. Ferlemann vertrat die umstrittenen Mautpläne seines Verkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU), stellte aber Nachbesserungen für die Grenzregionen zu den Nachbarstaaten in Aussicht.