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Kehdinger Kreuz in der Planung

Das Intereesse war groß: hier werden die Karten begutachtet

Info-Veranbstaltung zum Kehdinger Kreuz / 200 Zuhörer in der Aula der KGS Drochtersen

ig. Drochtersen. Die Planungen zum „Kehdinger Kreuz“, das einmal die A 26 und die A 20 verbinden soll, stellten Vertreter der Niedersächsischen Behörde für Straßenbau und Verkehr aus Stade am vergangenen Montag in der Aula der KGS Drochtersen erstmals öffentlich vor. Das Interesse war groß: Mehr als 200 Zuhörer kamen zur Informationsveranstaltung.
Der Verkehr, der am Kehdinger Kreuz die Autobahn verlassen will, soll über einen Zubringer in Richtung L 111 abgeleitet werden, so Projektleiterin Maren Quast. Gleichzeitig ist ein weiterer Zubringer geplant, der den Verkehr in Richtung Nordkehdingen auf der K 27 aufnimmt. Der Verkehr, der aus dem Tunnel kommt und in Richtung Himmelpforten oder Stade verläuft, bleibt auf der Autobahn.
Im Fokus der Planer steht natürlich auch die Umweltverträglichkeit der Trasse. So wird z.B. untersucht, wie sich die Autobahn auf geschützte Tierarten – darunter Fledermäuse - auswirken könnte. Ein weiteres Thema: der Schall- und Lärmschutz. Hier stehe der Mensch im Vordergrund der begleitenden Untersuchungen, so ein weiterer Referent. „Die Grenzwerte werden eingehalten.“ Der Abstand zur Wohnbebauung sei groß. Fest steht aber auch: Die Zunahme des zu- und abfließenden Verkehrs werden besonders die Bewohner des Ortsteils Ritsch zu spüren bekommen. Um die Beeinträchtigung zu minimieren, sollen Lämschutzwälle errichtet werden.
Was die Behörden-Referenten deutlich machten: Klagen könnten den Bau-Beginn verzögern. Sollte es dazu nicht kommen, könnte 2022 mit dem Bau begonnen werden. Fertigstellung wird 2028 angestrebt. Für die Autobahn werden 78 Hektar, die aktuell landwirtschaftlich genutzt werden, benötigt. Hinzu kommen 32 Hektar Ausgleichsfläche auf Gauensiekersand, die Niedersachsen gehören. In Kürze stehen Verhandlungen mit den Landeigentümern über den Ankauf der benötigten Flächen an. Fest steht: Der Bund hat Vorkaufsrecht. Das bedeutet: Wer nicht verkaufen will, der kann enteignet werden. Die Bauumsetzung dürfte nicht so einfach geraten. Auf Grund des weichen Untergrundes wird mit sogenannten Vorbelastungsdämmen aus Sand gearbeitet. Dadurch liegt wird das „Kreuz“ deutlich höher auf einem Damm als die Umgebung. Die Auslegung der Planungsunterlagen, die mehr als zehn Ordner füllen, ist für die zweite Jahreshälfte 2017 geplant. Dann können Bürger und Verbände die Unterlagen prüfen und sich dazu äußern. Anschließend werden Einwendungen und Anregungen analysiert, möglicherweise in die Planunterlagen eingebettet. Im Herbst 2018 soll es dann zu einem weiteren Erörterungstermin kommen.