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Peinlich-Posse oder übliche Werbung?

bc. Drochtersen. Die 17-jährigen Zwillingssöhne von Drochtersens Bürgermeisterkandidat Matthias Schwed staunten nicht schlecht, als sie ihre Post öffneten. Hatten sie doch eine Aufforderung von Mike Eckhoff erhalten, kommenden Sonntag zur Wahl zu gehen und ihn zu wählen. Eckhoff ist Schweds Kontrahent um den Sitz im Rathaus. „Das ist peinlich. Wir groß muss Eckhoffs Angst vor zu wenig Wählerstimmen sein, wenn er jetzt schon in meiner Familie dreist nach Stimmen fischt“, meint Matthias Schwed.

Was steckt dahinter?

Mike Eckhoff, derzeit Kämmerer und allgemeiner Vertreter von Noch-Bürgermeister Bösch, verschickte an alle 1.059 Jungwähler, die das erste Mal einen Drochterser Bürgermeister wählen dürfen, eine Postkarte mit seinem Konterfei darauf. „Das ist üblich, dass sich Kandidaten an die Erstwähler richten“, erklärt Eckhoff. Die Adressen hätte er aus dem Melderegister. Eckhoff: „Die gleiche Chance hätte auch Herr Schwed gehabt. Das sieht das Meldegesetz so vor.“