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Verheerende Schäden durch Gänse

Bauen auf Krautsand klagen / Handeln wie in Holland?

ig. Krautsand. Vogelfraß richtet auf der Elbinsel verheerende Schäden an, treibt Landwirte in den Ruin. "Auf meinen Wiesen wächst kaum noch Gras", klagt Landwirt Hans-Georg Romund und lud Spitzenpolitiker und Verbändevertreter zum Krisentreffen auf die Insel sein. "Die Gänsepopulation steigt rapide an. Die Politik muss etwas dagegen tun", fordert der Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke (CDU und verweist auf das Nachbarland Holland, das inzwischen auf das gleiche Problem reagiert habe.
In den Niederlanden sollen Gänse ausgerottet werden. "Sie verschmutzen die Gewässer, zerstören seltene Vegetation in Schutzgebieten, verursachen Millionenschäden in der Landwirtschaft, gefährden den Flugverkehr" heißt es im landesweiten "Ganzenakkord", das von sieben großen Interessengruppen - darunter Bauernverbände, Landbesitzer, Vogelschützer, Umweltbehörden - Ende 2012 unterzeichnet wurde. Das Gänseabkommen enthält eine bemerkenswerte Liste von Grausamkeiten. Beispiele: das Zusammentreiben flugunfähiger Gänsescharen mit anschließender CO₂-Vergasung. Oder das Eierschütteln, das die Embryonen tötet.
Auch Ornithologen bestätigen eine immense Zunahme von Gänsen in Deutschland. Als eine Hauptursache wird die intensive Landwirtschaft genannt. Würde man diese reduzieren oder abschaffen, wäre das Gänse-Problem rasch gelöst. Nicht nur Bauern, auch die Gänse bevorzugen energie- und eiweißreiche Pflanzen, so ein Sprecher Deutschen Ornithologen-Gesellschaft. Konfliktstoff gibt es also reichlich.