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Vom „Rambo“ zum „Forrest Gump“ - Bundespolitiker Oliver Grundmann (CDU) als Wahlkampfhelfer

Politiker-Pose: Oliver Grundmann widmet seine Aufmerksamkeit dem kleinen Louie mit Mutter Kerstin Gertz
mi. Buxtehude. Kurz vor der Kommunalwahl konnte sich die städtische CDU über Hilfe von ganz oben freuen. Fast drei Stunden lang war der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann mit seiner „AnsprechBar“ vor Ort und führte Gespräche mit Buxtehuder Bürgern. Der Auftritt auf dem Wochenmarkt in Buxtehude im Rahmen seiner „Sommertour“ war für den gebürtigen Stader beinahe ein Heimspiel mit interessanten Einblicken und Positionsbestimmungen.
„Früher fühlte ich mich wie Rambo, heute wie Forrest Gump“, mit diesem Zitat meinte Oliver Grundmann nicht etwa, dass er sich vom Polit-Rowdy zum „Dummbatz“ entwickelt hätte, sondern dass er im Gegensatz zu seinen Anfängen in der Bundespolitik heute - ähnlich wie der Held des US-Kinohits von 1994 - von allen Seiten auch unerwartete Hilfe und Zuspruch für seine Arbeit erhält.
„In vielen Gesprächen gerade auch mit älteren Mitbürgern stellt man eine gewisse - ich will nicht sagen - deutsche Grundunzufriedenheit fest“, so Grundmann. „Ich habe Verständnis für die Leute, sage Ihnen aber auch, dass sie nicht vergessen sollen, dass wir in einem tollen Land, in einer Power-Region leben!“ Reicht das? Brauchen unzufriedene Bürger nur einen Chefmotivator wie ihn Grundmann gibt? Es gehe ihm natürlich auch um Inhalte, so der Christdemokrat und nennt gleich zwei Beispiele: Ein wichtiges Zukunftsthema sei die Ausstattung der Innenstädte - auch in Buxtehude - mit kostenlosem WLAN. „Da hinkt Deutschland hinterher“. Ebenso fordert der CDU-Politiker, dass polnische Saisonarbeiter auf Obstplantagen vom Mindestlohn ausgenommen werden. „Obstbauern müssen konkurrenzfähig bleiben“ - das gab Szenenapplaus. Plötzlich stört ein Mann auf einem Fahrrad die Show. Der tätowierte Mitdreißiger fragt, ob die Hartz IV-Sätze nicht angehoben werden sollten. Wer einmal davon leben musste, werde das so sehen. „Nein“, sagt Grundmann. Er stehe für die Leute, die hart arbeiten. Das klingt beim Aufsteiger Grundmann, der - wie er selbst sagt - sich aus einem Stader Problemviertel bis in die Spitze der Nation hoch gedient hat, zumindest nicht nach Platitüde. Verständnis für die Situation des Bürgers will Grundmann vielleicht auch wegen seines selbst erlebten Beispiels für die Aufstiegschancen in unserer Gesellschaft nicht heucheln. Er findet klare Worte: „Sie haben mir ihre Meinung mitgeteilt und jetzt ist auch gut“, beendet der Christdemokrat die aufkeimende Diskussion. „Wir haben ein tolles Sozialsystem und das ist auch richtig, aber es ist kein Ort, um sich darin auszuruhen“ schiebt er hinterher.
Gut, dass gerade Kerstin Gertz mit Sohn Louie auf Grundmann zukommt, man kennt sich. „Du bist die Zukunft“, gibt Grundmann nach einem kleinen Plausch mit der Mutter dem frischgebackenen Grundschüler mit auf den Weg. Der Junge blickt den Power-Politiker ratlos an.