Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wird die Gorodki-Anlage abgerissen?

Neubau im Sportzentrum nicht möglich - zu lauter Sport

ig. Drochtersen. Die Gorodki-Anlage am Drochterser Hallenbad wird wohl zu einer Angelegenheit für den Gemeinde-Bauhof. Das heißt: Sie wird abgerissen. Die angedachten Grundstücke im Sportzentrum sind nicht geeignet, weil sie - wie schon die "alte" Anlage - zu nahe an das Wohngebiet "Zur Wettern" grenzen.
Die Männer, die in der Gemeinde Gorodki spielen, kommen aus Russland oder Kirgisien. Dort ist Gordodki ein Volkssport. Ziel des Spiel ist es, Holzfiguren mit einem Wurfstab aus einer Spielfläche zu schlagen. Das verursacht Lärm. In einem Schreiben an den TVG Drochtersen, zu dem die Abteilung gehört, beschwerten sich Anwohner über die Lautstärke, die von der Anlage ausgeht. Festgestellt wurde: Der Abstand zum Sport-Areal ist zu gering.
Das Spielfeld entstand vor gut einem Jahr mit starker Eigenleistung der Sportler und finanzieller Unterstützung der Gemeinde, des Landessportbundes und einer Silvester-Sammelaktion.
Insgesamt kamen mehr als 5.000 Euro zusammen. Manko: Es wurde keine Baugenehmigung beantragt, auch kein Lärm-Gutachten angefordert. "Die Anlage entstand auf dem kleinen Dienstweg", so Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch. "Wir wollten den Sportbegeisterten schnell und unkompliziert helfen und ein Stück Integrationsarbeit leisten." Bösch bedauert es, dass die Anlage nicht mehr benutzt werden kann.
Überlegenswert ist ein Vorschlag des TVG Drochtersen, das Spielfeld in eine Beachvolleyball-Anlage umzuwandeln.