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Arche Noah bedrohter Obstsorten

Auf dem "Kehdinger Appelhoff" (v. li.): der Vorsitzende des Trägevereins, Hans-Wilhelm Bösch, sein Vize Georg von Borstel und Kassenwart Dieter Meyer

"Kehdinger Appelhoff" auf Krautsand: Hier wachsen der "Gelbe Richard" die Gräfin von Paris"

tp. Krautsand. Auf dem "Kehdinger Appelhoff" an der Süderstraße auf der Ebinsel Krautsand hat die Apfelernte begonnen. Das Besondere: Auf Areal wachsen alte, vom Aussterben bedrohte Apfelsorten und anderes, selten gewordenes Obst.
Die Arche Noah bedrohter Obstarten wurde im Jahr 1999 im Rahmen eines regionalen Ideenwettbewerbs ins Leben gerufen. Die Bürgerstiftung der Kreissparkasse Stade half mit einer Anschubfinanzierung. Schon ein Jahr später wurden die ersten angepflanzt.
Seitdem kümmern sich die derzeit 41 Mitglieder des Trägervereins "Kehdinger Appelhoff" um die gut zwei Hektar große Plantage, auf der rund 200 Bäume stehen. Dort sind 178 historische Obstsorten beheimatet, darunter der Apfel "Gelber Richard", die Birne "Gräfin von Paris", die Zwetsche "Zesterfleth", die Pflaume "Königin Victoria", außerdem einige Kirchsorten aus vergangenen Epochen des Obstbaus.
Der "Kehdinger Appelhoff" ist ein beliebtes Ausflugsziel von Fahrradtouristen. "Unseren Besuchern ist das Probieren des Obstes in kleinen Mengen ausdrücklich erlaubt", sagt Gründungsmitglied und Kassenwart des Vereins, Dieter Meyer (67).
Zum rührigen Vereinsvorstand gehören unter anderem der Erste Vorsitzende, Drochtersens Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch (64) und der Zweite Vorsitzende, Georg von Borstel (70). Nahezu alle Vereinsmitglieder helfen in ihrer Freizeit, den Vorzeige-Obstgarten in Schuss zu halten. Zur Belohnung bekommen die Obst-Retter eine Erntebeteiligung. Georg von Borstel sagt mit Stolz: "Selbst gepflücktes Obst schmeckt doch am allerbesten."
Neuzugänge sind im Verein willkommen. Jahresbeitrag: 25 Euro. Kontakt: Tel. 04143 - 919100 (Rathaus Drochtersen).