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Erstes Kolumbarium in Kehdingen

Kirchengemeinde Drochtersen errichtet Urnensäule

sum. Drochtersen. „Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahren geändert,“ erklärt Hinrich Knoop, Vorsitzender des Kirchenvorstands Drochtersen. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, errichtete der Kirchenvorstand vor Kurzem auf dem Friedhof in Drochtersen das erste Kolumbarium in Kehdingen.

Während die Zahl der Sarg-Bestattungen stetig abnimmt, nehmen die Urnenbestattungen stetig zu. Auch in Drochtersen gab es 2015 nur 21 Sargbestattungen, aber 53 Beisetzungen in einer Urne. Der Trend geht immer mehr zu einer pflegeleichten Grabstelle. „Viele Angehörige schaffen es aufgrund der Entfernung oder aus beruflichen Gründen nicht, sich um ein Grab zu kümmern“, berichtet der stellvertretende Kirchenvorsteher Manfred Mahler, "daher wird auch der Friedwald bevorzugt als letzte Ruhestätte ausgewählt,“ erzählt Manfred Mahler, „den gibt es aber im Drochtersen nicht.“

Im Oktober 2016 beschloss der Kirchenvorstand daher, auf dem Friedhof ein sogenanntes Kolumbarium mit drei Stelen zu errichten. Es handelt sich dabei um Säulen, in denen jeweils 16 Urnenkammern untergebracht sind, so dass derzeit 48 Urnen Platz finden. Manfred Mahler erklärt: „In einer Kammer können bis zu zwei Urnen untergebracht werden.“ Jede Kammer wird mit einer Granitplatte mit den persönlichen Daten des Verstorbenen verschlossen. „Um ein einheitliches Bild zu schaffen, haben wir uns auf ein Schriftbild geeinigt, das für jede Platte zu verwenden ist“, erzählt Hinrich Knoop. Verzierungen werden jedoch nicht gestattet. Zwar bedeutet ein Kolumbarium für die Angehörigen einen geringen Pflegeaufwand, aber es können auch keine Blumen oder Gestecke direkt am Grab abgelegt werden. „Es gibt aber einen Platz, an dem die Angehörigen ihre Blumen niederlegen können“, erklärt Manfred Mahler. „Wir denken uns, dass auf diese Weise mehr Kehdinger hier bleiben und den letzten Weg nicht nach Stade, Buxtehude oder in den Friedwald gehen“, hoffen Hinrich Knoop und Manfred Mahler.

Das Kolumbarium kann im Rahmen des Allgemeinen Friedhofstages am Sonntag, 17. September, besichtigt werden.