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"Das war totaler Angsthasen-Fußball!"

Gerangel um den Ball im Spiel gegen die Hansa Stadion - Nico Mau (li.) bleibt Sieger

Oberligist SV Drochtersen/Assel vor heimischen Fans weiter ohne Sieg

ig. Drochtersen. Dunkle Wolken über dem Kehdinger Stadion. So trostlos wie das Wetter war, geriet auch das Gekicke der D/A-Akteure - was die erste Halbzeit anging. Auf dem Spielfeld passierte nicht viel. Dafür gaben Lars Jagemann, Trainer bei der SV Drochtersen/Assel, und Manager Rigo Gooßen nach der bitteren 1:4-Niederlage gegen den Lüneburger SK Hansa umso mehr Gas. "Das war totaler Angsthasenfußball", schimpfte Gooßen auf der Pressekonferenz. "Wir haben in Halbzeit eins nur zugeschaut, kamen nicht in die Zweikämpfe, keine Gegenwehr gezeigt", wetterte Coach Jagemann. Kurzum: "Da fehlte die Leidenschaft."
Stimmt! Vor 170 Zuschauern gelang den Kehdingern in den ersten 45 Minuten fast nichts. Die Gäste hingegen nutzten ihre Chancen konsequent, trafen drei Mal. D/A blieb ohne Torerfolg. Das Donnerwetter des Trainers in der Halbzeitpause zeigte Wirkung. Seine Elf kam nach dem Pausentee besser ins Spiel, forderte die Hansa und schuf den Gästen Probleme. Thomas Johrden gelang der Treffer zum 1:3. Das Team schöpfte wieder Hoffnung, musste aber dann den Konter zum 1:4 hinnehmen.
Mit dem Sieg bei D/A revanchierte sich Lüneburg für die beiden herben Schlappen aus der Vorsaison, orientiert sich in der Tabelle wieder nach oben. “Die Mannschaft wirkte selbstbewusst und ballsicher”, lobte LSK-Coach Elard Ostermann.
Am Wochenende trifft D/A auswärts auf Egestorf. "Ein unbequemer Kontrahent", weiß Jagemann. "Da muss die Grundeinstellung von der ersten bis zur letzten Minute stimmen." Beifall gab es von den Fans für das insgesamt trostlose D/A-Gekicke kaum. Großen Applaus von der Haupttribüne erntete aber "Edel-Fan" Harm Schröder, der mit seinem Fahrrad "verschossene" Bälle einsammelte. Sein Kommentar: "Was tut man nicht alles für den eigenen Club."