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"Dieser Treffer ist eine Sauerei!"

D/A verliert gegen Rehden / Tumulte im Kehdinger Stadion

ig. Drochtersen. Ein Fan-Club, der sein einjähriges Bestehen mit einer eindrucksvollen Choreografie feiert. Ein Trainer, der sich gar nicht beruhigen lässt. Ein Manager, der die Fans per Mikrofon beruhigt. Rund 700 Fans, die lautstark das Gäste-Team ausbuhen. Schließlich Rempeleien zwischen D/A-Fans und BSV-Rehden-Akteuren, bei denen Ordner und Polizei einschreiten müssen.
Ein unfair ausgeführter Schiri-Ball in der letzten Minute führte am vergangenen Wochenende zu tumultartigen Szenen, die es im Kehdinger Stadion noch nie gab.
Die Regionalliga-Partie zwischen SV Drochtersen/Assel gegen BSV Rehden hatte es wahrlich in sich. Der Tabellen-Vierzehnte setzte sich beim Aufsteiger mit 2:0 durch. Ein Ergebnis, mit dem die Kehdinger nicht einverstanden waren. "Mit einer 1:0-Niederlage hätten wir uns abfinden können", so D/A-Fan Rolf Meyer. "Aber der zweite Treffer der Gäste war unfair und eine große Sauerei."
Was war geschehen? Die Kehdinger, die in der ersten Halbzeit dominierten, aber viele Torchancen ausließen und dann das 1:0 hinnehmen mussten, wollten mit aller Macht noch den Ausgleich. Beim letzten Angriff blieb ein Gäste-Spieler verletzt am Boden liegen. Das Spiel ging zunächst weiter. Drochtersen im Ballbesitz. Dann die Unterbrechung der Partie wegen des Verletzten. Der Unparteiische setzt einen Schiedsrichterball an, soll dem BSV-Spieler Joseph Boyamba mitgeteilt haben, er möge den Ball D/A-Spieler Nico Mau überlassen. Der Torschütze zum 1:0 hält sich aber nicht daran, schnappt sich das Leder, zieht auf und davon, umspielt D/A-Torwart Patrick Siefkes und schießt ins leere Tor. Die Folge: Rudelbildungen, aufgebrachte Fans, ein aufgebrachter Trainer Enrico Maaßen, keine Pressekonferenz. "Normalerweise spielt man so einen Ball ins Aus oder zum Gegner", räumte BSV-Sportvorstand Michael Weinberg ein. Aber der Spieler sei noch jung und habe sich gedacht: "Jetzt mach’ ich ihn rein."
Übrigens: Der Rehdener Mannschaftsbus steckte im Acht-Kilometer-Stau auf der A 1, rollte erst eine Dreiviertelstunde vor dem angesetzten Beginn am Kehdinger Stadion vor. So begann die Partie eine Viertelstunde später.