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Drochtersen/Assel besiegt Celle und bricht den Heimkomplex

Nach seinem Treffer stürmte Nico Mau zu Rigo Gooßen

Es ist vollbracht!

ig. Drochtersen. "Wenn nicht jetzt, wann dann?" tönte es auch den Boxen im Kehdinger Stadion vor dem Heimspiel des Oberliga-Teams Drochtersen/Assel gegen TuS Celle. Der Hit der Kölner Kultband wirkte: Die Südkehdinger besiegten am letzten Hinrunden-Spieltag den Tabellenletzten mit 3:1 Toren, fuhren den ersten Heimsieg in der Oberliga-Saison ein. "Wir hatten uns vorgenommen, den Bann zu brechen. Der Siegeswille war jederzeit erkennbar", so Trainer Lars Jagemann auf der Pressekonferenz. Die 1:0-Führung gelang Danny-Thorben Kühn schon in der 10. Spielminute. In der 27. Minute traf Benjamin Zielke nach Vorarbeit von Kühn ins leere Tor. Mit einem Kracher aus 20 Metern sorgte Nico Mau für das 3:0 und die Vorentscheidung.
Der Gästetrainer ahnte "Böses", rechnete mit einem Kanter-Erfolg der Gastgeber, "wäre dann nicht zur Pressekonferenz gekommen". Nach dem Pausentee zeigte sich D/A aber weniger druckvoll. Ein möglicher Grund: der verschossene Elfmeter durch Nico Mau. "Da war ein Bruch zu spüren", meinte Jagemann. Celle verkürzte durch einen Sonntagsschuss zum 1:3. "Man habe gemerkt, dass wir etwas Angst hatten, dass das Spiel doch noch kippen könnte", so der Coach.
Die rund 300 Zuschauer erlebten im Kehdinger Sportrund eine besondere Art des Torjubels. Als Stürmer Kühn den Führungstreffer markierte, stürmten alle D/A-Kicker zum D/A-Vereinschef Rigo Gooßen, um mit ihm das Tor zu feiern. "Eine Solidaritätsbekundung für unseren Boss", so ein Spieler. Hintergrund: Der Drochterser stellte im April bei der Staatsanwaltschaft eine Selbstanzeige. Es soll dabei um die Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen für Spieler gehen.
Am Sonntag, 17. November, spielt D/A auswärts gegen den VfL Oldenburg.