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"Schon mal ein Tor verpasst"

D/A-Fanclub "43. Minute"ist bei jedem Heimspiel dabei

ig. Drochtersen. Recht häufig repräsentieren Fanclubnamen den eigenen Verein, den Herkunftsort oder beziehen sich auf bestimmte Traditionen. Aber hin und wieder ergeben selbstgegebene Bezeichnungen, zumindest scheinbar, keinen Sinn und erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Das ist auch der Fall beim Fanclub "43. Minute", der rund 25 Mitglieder zählt – allesamt glühende Verehrer des Regionalligisten SV Drochtersen/Assel.
Pünktlich zur 43. Minute verlassen bei jedem Heimspiel rund 20 Männer die Haupttribüne, steuern das Vereinsheim an. "Dort wird dann Kaffee und Kuchen kredenzt", so der Ehrenbürgermeister der Gemeinde Drochtersen, Hans-Wilhelm Bösch, der die "43. Minute" ins Leben rief. Vor knapp zwei Jahren sprach der Ruheständler bei einer D/A-Heimpartie Fans an, erläuterte die Philosophie des Vorhabens – und flugs war die Truppe beieinander. Die Idee: "Kurz vor der Halbzeit sind im Vereinsheim kaum Besucher", so Bösch. "Dann können wir in Ruhe Kaffee trinken, Kuchen essen und die erste Halbzeit Revue passieren lassen." Pünktlich zum Anpfiff der zweiten Halbzeit sei seine Crew aber wieder auf der Haupttribüne.
Es könne schon mal passieren, dass ein Tor verpasst werde. "Aber das ist nicht schlimm. Wir haben ja Filmemacher Jonas Rambow, der alle Spiele aufzeichnet", so Bösch.
Bei jedem Heimspiel kassiert Bösch von seinen Mitgliedern fünf Euro. "Davon wird die Tagesrechnung beglichen oder auch mal ein Ausflug oder eine Feier organisiert."
Im Club werde die Freundschaft und der Teamgeist groß geschrieben. Und natürlich die Liebe zu D/A, erläutert Peter Zey, Schützen-Urgestein und Zweiter Vorsitzender der "43. Minute". Mitglied zu werden, ist nicht einfach. Man muss sich bewerben. Entschieden wird dann im Vereinsheim. "Dabei muss Einstimmigkeit herrschen", so Bösch.