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Die Jagd nach Autodieben

An bis zu sechs Stellen im Landkreis Harburg kontrollierte die Polizei vier Nächte lang
thl. Marschacht. "Audi vor der Tür - weg ist er" titelte das WOCHENBLATT kürzlich und berichtete von der steigenden Zahl an Kfz-Diebstählen, vor allem der Marke Audi. "Wir bearbeiten derzeit rund 50 Taten, die sich innerhalb der vergangenen Monate vor allem im Landkreis Harburg ereignet haben", sagt Volker Schäfer, Leiter des Fachkommissariats Bandenkriminalität der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg.
Im Rahmen der Ermittlungsarbeit haben die Fahnder jetzt in Zusammenarbeit mit der Bereitschaftspolizei vier Nächte lang bis zu sechs Kontrollstellen im Landkreis eingerichtet. Etwa 60 Beamte kontrollierten von abends ab 22 Uhr bis zum Morgengrauen verschiedene Fahrzeuge. Besonders im Visier: Transporter, hochwertige Pkw und Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen. "Unser primäres Ziel ist es, Erkenntnisse über die Bewegungsprofile mutmaßlicher Täter zu bekommen", so Schäfer. "Wenn dann zufällig auch noch ein Autodieb dabei geschnappt wird, wäre es das Highlight." Denn er weiß: Die Diebe klauen die Autos, fahren schnell auf die nächste Autobahn und geben Gas. "Wenn das Auto nachts um 1 Uhr wegkommt und der Geschädigte merkt das um 6 Uhr, dann ist der Gauner samt Fahrzeug schon längst in Polen oder Litauen über die Grenze", erklärt Schäfer. Auch wenn sein "Wunsch" von einer Festnahme unerfüllt blieb - die Beamten haben zahlreiche Erkenntnisse sammeln können. "Es gab einige Puzzleteile, die in unser großes Mosaik hineinpassen", so der Chef-Fahnder. "Wir sind jetzt schon ein ganzes Stück weiter."
Was Schäfer besonders freut: "In den Nächten, in denen die Kontrollen stattfanden, wurde nicht ein einziges Auto geklaut." Offenbar hat die starke Polizeipräsenz die Täter abgeschreckt.