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Nur eine Tat gestanden

Dieses Wohnhaus in Obermarschacht brannte am 12. September 2013 nieder. Zwei Tage später verhaftete die Polizei den Jugendlichen (Foto: Feuerwehr)
thl. Lüneburg/Bütlingen. Einmal habe er Strohballen angezündet, die weiteren Brände habe er aber nicht gelegt. Diese Aussage machte laut Gerichtssprecher Dr. Volker König ein 17-jähriger Feuerwehrmann am ersten Prozesstag vor dem Landgericht Lüneburger. Der Jugendliche aus Bütlingen soll laut Anklage zwischen dem 2. und 12. September vergangenen Jahres insgesamt sieben Brände gelegt und damit die Bürger der Elbmarsch in Angst und Schrecken versetzt haben. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Angefangen hatte die Serie mit dem Brand von rund 100 Strohballen auf einem Feld in Bütlingen. Es folgten ebenfalls in Bütlingen ein Holzstapel, Müllsäcke, zwei Reetdachhäuser wieder Strohballen und schließlich ein Wohnhaus im benachbarten Obermarschacht. Dabei entstand allein an den Häusern ein Schaden von rund 800.000 Euro.
Zwei Tage nach dem letzten Brand hatte die 27-köpfige Sonderkommission der Polizei genug Beweise und nahm den Jugendlichen, der im Dorf als Außenseiter galt, fest. Dabei kam heraus, dass er bei mehreren Bränden an den Löscharbeiten beteiligt war. Der 17-Jährige kam zunächst in die Psychiatrie und später in Untersuchungshaft.
Die 2. Große Strafkammer will in dem Verfahren rund 50 Zeugen hören. Zudem hoffen die Richter, dass der Jugendliche auch die weiteren Taten - wenn er denn dafür verantwortlich ist - auch einräumt. Denn die Vermutung, dass er es war, liegt nahe, da es seit seiner Festnahme keine weiteren Brände in der Elbmarsch gab. Das Urteil gegen den Jugendlichen wird voraussichtlich am 27. März verkündet. Ihm drohen bis zu zehn Jahren Haft.