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Aufgeschlossene Willkommenskultur: Elbmarscher Samtgemeinderat engagiert sich für Flüchtlinge

Engagieren sich für die Flüchtlinge (v. li.): Robert Schumann, Christoph Meyn, Rainer Zimbrich und Jan Abeska (Foto: Samtgemeinde Elbmarsch)
ce. Elbmarsch. Seit über einem halben Jahr ist die Unterbringung von Flüchtlingen ein zentrales Thema der Politik in der Samtgemeinde Elbmarsch. Die Kommune sieht es als ihre Pflicht an, sich der Not der Asylbewerber nicht zu verschließen, sondern zu helfen. Darin ist sich der Samtgemeinderat fraktionsübergreifend einig.
"Das werden Samtgemeindepolitik und -verwaltung nur mit der tatkräftigen Unterstützung der Bürger schaffen können", betonen die Ratsherren Robert Schumann (CDU), Christoph Meyn (Gruppe Grüne/Freie Wähler/Piraten) und Rainer Zimbrich (SPD) sowie Jan Abeska, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, die sich für eine aufgeschlossene Willkommenskultur einsetzen. In der Vergangenheit unterstützten bereits zahlreiche Helfer die Bemühungen zur Integration durch ehrenamtliches Engagement, Spenden sowie durch das Anbieten von Wohnraum oder Freiflächen für die Errichtung von Unterkünften. Hierfür spricht der Rat allen Beteiligten seinen Dank aus.
Aufgrund des großen Interesses wird hier nochmals erörtert, wie Standorte für Asylbewerberunterkünfte gefunden werden. Im ersten Schritt werden Flächen gesucht, die verfügbar und unbebaut sind und in bzw. an Ortschaften liegen. Bestätigt der Landkreis die grundsätzliche Bebaubarkeit, lädt die Samtgemeindeverwaltung die unmittelbaren Nachbarn „mit Sichtkontakt“ zu einer Infoveranstaltung ein. Gegenwärtig wird eine Unterkunft am Hagenweg in Marschacht mit Platz für 58 Flüchtlinge geplant, für die der Bauantrag schon eingereicht ist. Hiervon wurden die direkten Anlieger unterrichtet.
Nicht Gegenstand von Bürgerinfo-Veranstaltungen ist in aller Regel die Frage, ob eine Unterkunft in der jeweiligen Region errichtet wird. Die dem Landkreis vom Land Niedersachsen zugewiesenen Flüchtlinge werden nach Einwohnerzahl auf die Einheits- und Samtgemeinden sowie die Städte verteilt. Für die Elbmarsch bedeutet dies, dass im Jahr 2015 Unterkünfte für 132 Asylbewerber zu schaffen sind.
Es haben sich schon viele freiwillige Helfer bei der Verwaltung gemeldet, die die Flüchtlinge unterstützen wollen. Um diese Kräfte zu koordinieren, hat die Samtgemeindepolitik beschlossen, auf ehrenamtlicher Basis eine Stelle für die Vernetzung einzurichten. Sie wird voraussichtlich im Sommer 2015 an den Start gehen. Bis dahin können sich ehrenamtliche Helfer bei der Samtgemeinde unter Tel. 04176 - 909941 melden.
- Eine Infoveranstaltung zur geplanten Asylbewerberunterkunft in Marschacht findet am Donnerstag, 11. Juni, um 19 Uhr in der Marschachter Grundschule (Elbuferstraße 106) statt. Gesprächspartner sind Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth, Ratsmitglieder, der Marschachter Bürgermeister und Vertreter des Landkreises.