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"Die Idee verdient, Nachahmer zu finden": Tesper Künstlerin Angela Stehr startete Projekt "Modellieren mit Flüchtlingen"

Beim Workshop: Angela Stehr erläutert den Flüchtlingen die Herstellung eines Reliefs (Foto: Ines Bauschke)
ce. Drennhausen. "Diese Idee verdient es, Nachahmer zu finden." Das sagt Pastorin Ines Bauschke aus Drennhausen, die von einer Aktion der Tesper Künstlerin Angela Stehr beeindruckt ist: Die Betreiberin eines Hofateliers hat das Kreativprojekt "Modellieren mit Flüchtlingen" gestartet.
In der Gemeinde Drage leben derzeit etwa 20 Asylbewerber aus Eritrea und Westafrika. Neun junge Männer aus Eritrea kamen zum ersten Treffen im Drennhäuser Kirchengemeinde-Haus, wo Angela Stehr die Teilnehmer mit der Arbeit mit dem Werkstoff Ton vertraut machte. Die erste Aufgabe für die Männer bestand darin, ein Relief zu formen - ein plastisches Bild, das eine Geschichte erzählt. Die Projektleiterin wollte ihnen damit die Gelegenheit geben, ohne Worte etwas auszudrücken, was sie bewegt. In lockerer Atmosphäre entstand eine vielfältige Bandbreite an Motiven, die vom Kaffee aus Eritrea bis zur jungen Frau mit Kind reichte. In Stehrs Werkstatt wurden die Kunstwerke schließlich gebrannt und glasiert.
"Mit Ton zu arbeiten heißt, Gedanken sichtbar zu machen und verschiedene Welten zu begreifen", sagt Angela Stehr. "Als Künstlerin freue ich mich auf die Begegnung der Kulturen. Was man selbst formt, lässt sich irgendwann auch in Worte fassen."
- Ihren Modellierkursus bietet Angela Stehr ehrenamtlich jeden zweiten Freitag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Drennhäuser Gemeindehaus an. Infos unter Tel. 04177 - 226 bei Pastorin Ines Bauschke.