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Elbmarsch als "Wallfahrtsort"

"Unsere Tour lief super": die Pilgergruppe aus Bremen mit Leiter Uwe Henrion (3. v. re.)
ce. Marschacht. Zu einer Art "Wallfahrtsort" für rund 150 Fahrradpilger aus ganz Deutschland wurde jetzt für zwei Tage das Elbmarsch-Dorf Marschacht. Es war die letzte Station einer Sternfahrt der Drahtesel-Freunde, bevor sie ihr Ziel, den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg, ansteuerten.
Zu den Pilgern gehörte auch die elfköpfige ADFC-Gruppe Bremen, die an fünf Tagen insgesamt rund 300 Kilometer zurücklegte. "Alles ist bestens gelaufen. Unsere Tour lief reibungslos und wir haben unterwegs niemanden verloren", freute sich Gruppenleiter Uwe Henrion (65), während er sich in der Grundschule Marschacht mit Kuchen stärkte. Er nahm anderntags an der Kirchentagseröffnung in Hamburg teil, musste aber noch am gleichen Tag wieder mit dem Zug nach Hause. "Ich habe zu Hause einfach zuviel um die Ohren."
Henrions Weggefährte Peter Gröber (72) hätte um ein Haar auf die Eröffnung verzichten müssen. Er hatte seine Zug-Rückfahrkarte, in der ein Stellplatz für sein Fahrrad inbegriffen war, zu Hause vergessen. "Jetzt muss ich wohl nach unserer Ankunft in Hamburg am Nachmittag gleich mit der Bahn wieder nach Bremen, denn abends dürfte ich dort keinen Platz mehr bekommen, da der Zug dann mit Kirchentagsbesuchern voll besetzt ist", klagte Gröber dem WOCHENBLATT sein Leid. Der Reporter erzählte davon Holger Kloft, dem Öffentlichkeitsbeauftragten der Elbmarsch-Kirchengemeinden - und Peter Gröber war "gerettet": Kloft fuhr mit ihm noch am gleichen Abend blitzschnell im Auto nach Bremen, um die Fahrkarte zu holen.
"Es ist ein großes Geschenk, dass unsere Sache so gut läuft und angenommen wird", freute sich Pastorin Sarah Oltmanns (34), die die Pilger-Aktion gemeinsam mit dem Elbmarscher Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth federführend organisiert hatte. "Sehr dankbar" war Oltmanns für die Unterstützung durch rund 75 Aktive aus verschiedenen Verbänden und Institutionen sowie weitere Helfer, die für die Unterbringung der Pilger in der Turnhalle der Marschachter Schule und in Privatquartieren gesorgt und die Versorgung übernommen hatten.
Am Mittwochmorgen starteten dann die 150 Pilger sowie etwa 50 Elbmarscher nach einem Segen durch Sarah Oltmanns zum Hamburger Kirchentag, an dessen vier über die Stadt verteilten Eröffnungsgottesdiensten insgesamt rund 84.000 Besucher teilnahmen.
Auf dem Kirchentag, der noch bis Sonntag, 5. Mai, läuft, wird auch Sarah Oltmanns mit Bibelarbeit und anderen Projekten aktiv sein. "Es bereitet mir eine unheimliche innere Freude, wie viele Menschen, die sich vorher zum Teil nicht kannten, miteinander feiern und ihren Glauben teilen", sagt die Theologin. - Infos unter www.kirchentag.de.