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Elbmarscher Kommunalpolitiker fordert vom Bundesamt für Strahlenschutz: "Kein Zwischenlager mehr in Krümmel"

Dr. Jörn Lütjohann (Foto: Foto: archiv)
ce. Marschacht. Das Kernkraftwerk (KKW) Krümmel darf nicht länger als Standort-Zwischenlager zur Aufbewahrung bestrahlter Brennelemente genutzt werden. Eine Rücknahme der hierfür 2003 erteilten Genehmigung fordert der Christdemokrat und Jurist Dr. Jörn Lütjohann aus Marschacht in einem offenen Brief vom Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz in Salzgitter. Lütjohann verlangt eine Gleichbehandlung mit dem KKW Brunsbüttel, dessen atomrechtliche Genehmigung als Zwischenlager das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig kürzlich aufgrund mehrerer Ermittlungs- und Bewertungsdefizite für rechtswidrig erklärt hatte.
Lütjohann wendet sich an die Strahlenschutzbehörde "als Ehemann und Familienvater dreier Kinder im Alter von 14, 12 und 7 Jahren, als Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Elbmarsch sowie als auch auf Samtgemeinde- und Kreistagsebene politisch aktiver Mensch". Die Bevölkerung der Elbmarsch und der weiteren Umgebung des KKW Krümmel könnten es nicht verstehen, dass das Zwischenlager in Brunsbüttel seine Betriebserlaubnis verloren habe, diese aber für Krümmel weiter gelte, nur weil eine Klageabweisung von 2007 rechtskräftig sei und der weitere Rechtsweg von den damaligen Klägern nicht beschritten worden sei. "In Deutschland darf es keine Gebiete mit einer unterschiedlichen Gefährdungswahrscheinlichkeit für die Bevölkerung geben", betont Lütjohann. Es dürfe nicht sein, dass für Krümmel und die Bewohner der Elbmarsch die Gefahr eines gelenkten Flugzeugabsturzes oder eines terroristischen Angriffs mit panzerbrechenden Waffen der dritten Generation hingenommen werde, während Brunsbüttel aufgrund dieser Befürchtungen als Zwischenlager gestoppt wurde.
"Ich selbst werde prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, juristisch gegen eine rechtskräftig erteilte Genehmigung vorzugehen", kündigt Lütjohann schließlich mit Blick auf Krümmel an.